2009

(Hier kommt noch ein ganz toller Text hin, der höchstwahrscheinlich sehr aussagekräftig sein wird. Aber erst, wenn das Jahr zuende ist.)

ALBUMCHARTS 2009

01. RIVERSIDE ~ Anno Domini High Definition (10/10)

Genre: Progressive Rock, Progressive Metal
Referenzen: Dream Theater, Porcupine Tree, Ayreon, Symphony X
Inhalt: 5 Tracks / 44:44 Minuten
Highlights: alles
Ausfälle:
Kritik: Na so eine Scheiße. Jetzt hatte ich die Album-des-Jahres-Kritik zu Mastodons Überhammer „Crack The Skye“ schon geschrieben und veröffentlicht, die Platte bis in den Himmel (und den Riss in selbigem) gelobt und darüber Dinge gesagt wie „Es ist schlicht und einfach das beste Stück Musik seit mindestens zehn Jahren, und das sage ich, ohne zu übertreiben und ohne mir ein Album vorstellen zu können, das diesem hier das Wasser reichen kann“ – und jetzt das. Eine Band, die ich bisher nicht einmal kannte (naja, nur vom Namen her) macht sich auf, Mastodon vom Thron zu schubsen – und sie schafft es auch noch! Wie das?

02. MASTODON ~ Crack The Skye (10/10)

Genre: Progressive Metal, Sludge, Progressive Rock, Psychedelic
Referenzen: Tool, Baroness, Neurosis, Porcupine Tree, Pink Floyd
Inhalt: 7 Tracks / 50:03 Minuten
Highlights: alles
Ausfälle:
Kritik: Ein Ausflug mit Hindernissen – und bei so einer Story ist die Musik entweder komplett scheiße, oder aber es handelt sich um ein absolutes Meisterwerk. Was davon zutrifft? Nun, intelligente Menschen können dies wahrscheinlich schon an der Punktzahl in der Überschrift erkennen, aber da hier bestimmt auch einige etwas beschränktere Personen mitlesen, muss ich das wohl noch etwas genauer darlegen. Und zwar hier!

03. ISIS ~ Wavering Radiant (9,7/10)

Genre: Sludge Metal, Doom Metal, Postrock
Referenzen: Neurosis, Tool, The Ocean, Mastodon, Russian Circles, Oceansize, Pelican, Aereogramme, Porcupine Tree
Inhalt: 7 Tracks / 54:05 Minuten
Highlights: „Hall Of The Dead“, „Stone To Wake A Serpent“, „20 Minutes / 40 Years“, „Threshold Of Transformation
Ausfälle:

04. THEM CROOKED VULTURES ~ Them Crooked Vultures (9,6/10)

Genre: Alternative, Stoner Rock, Hard Rock, Progressive Rock
Referenzen: Queens Of The Stone Age, Led Zeppelin, Foo Fighters
Inhalt: 13 Tracks / 66:03 Minuten
Highlights: „No One Loves Me & Neither Do I“, „Dead End Friends“, „Bandoliers“, „Warsaw Or The First Breath You Take After You Give Up“, „Gunman“
Ausfälle:
Kritik: Wenn Josh Homme (Queens Of The Stone Age), Dave Grohl (Foo Fighters) und John Paul Jones (Led Zeppelin) beschließen, ein Album aufzunehmen, ist es eigentlich völlig egal, welche Musik sich darauf befindet, abgefeiert wird es sowieso. Namedropping reicht den drei Rockmonstern allerdings nicht aus, und so besteht das selbstbetitelte Debütalbum von „Ihnen verbogenen Raubvögel“ aus einem großen Haufen großartiger Songs. Am deutlichsten ist wohl der Einfluss von Josh Homme herauszuhören, so wäre „TCV“ auch ohne weiteres als neues Album der Queens durchgekommen, wenn kein anderer Name auf dem Cover stünde. Stilistisch ist das Ganze etwa zwischen „Songs For The Deaf“ (es erinnert also nicht nur die Coverfarbe stark an dieses Album!) und „Lullabies To Paralyze“ einzuordnen, da kann eigentlich nichts schief gehen – tut es auch nicht, im Gegenteil: „Them Crooked Vultures“ ist definitiv eins der besten Alben des Jahres geworden.

05. THE DECEMBERISTS ~ The Hazards Of Love (9,5/10)

Genre: Folkrock, Progressive Rock, Alternative
Referenzen: Get Well Soon, The White Stripes, Bright Eyes, Arcade Fire, My Morning Jacket, …And You Will Know Us By The Trail Of Dead, Coldplay, Metallica, Spock’s Beard
Inhalt: 17 Tracks / 58:29 Minuten
Highlights: „The Hazards Of Love 1“, „The Hazards Of Love 2“, „The Wanting Comes In Waves / Repaid“, „The Rake’s Song“, „Annan Water“, „The Hazards Of Love 3“, „The Hazards Of Love 4“
Ausfälle:
Kritik: Plötzlich brechen Monsterriffs über den perplexen Hörer herein, als läge plötzlich eine Zusammenarbeit von Metallica und Type O Negative im Player. Skeptisch?

06. GUILT MACHINE ~ On This Perfect Day (9,5/10)

Genre: Progressive Rock, Progressive Metal
Referenzen: Ayreon, Porcupine Tree, Queen, Riverside
Inhalt: 6 Tracks / 57:34 Minuten
Highlights: „Green And Cream“, „Season Of Denial“, „Perfection?“
Ausfälle:
Kritik: Nachdem das Mammutkonzept von Ayreon mit dem letztjährigen, großartigen Doppelalbum „01011001“ kürzlich zu Ende ging, brauchte Workaholic Arjen Anthony Lucassen eine neue Spielwiese, also gründete er das (ungefähr dreihundertste) Projekt „Guilt Machine“. Mit von der Partie sind diesmal nur drei Musiker, nämlich Lori Linstruth, die auch schon auf „01011001“ an der Gitarre zu hören war, der ehemalige Porcupine-Tree-Drummer Chris Maitland und Sänger Jasper Steverlinck, der normalerweise bei der Alternative-Band Arid am Mikro steht. Genau wie die Gästeliste wurde auch die Musik ein wenig reduziert. Dies heißt aber nicht, dass wir uns von dramatischen Melodien, mehrstimmigen Passagen und epischen Momenten komplett verabschieden müssen; vielmehr ist die Musik deutlich ruhiger und getragener als bei Ayreon. Die Songs bekommen Zeit sich zu entfalten (vier der sechs Tracks sind über zehn Minuten lang) und wirken nicht so vollgestopft. Dieser positive Eindruck wird vom Jasper Steverlinck verstärkt, seine sehr variable Stimme klingt in einigen Momenten deutlich nach Freddie Mercury, dann wieder nach Daniel Gildenlöw (Pain Of Salvation). Ein wirklich meisterhaftes Album, aber beim Namen Lucassen kann man eigentlich auch nichts anderes erwarten.

07. CONVERGE ~ Axe To Fall (9,5/10)

Genre: Hardcore, Mathcore, Sludge
Referenzen: The Dillinger Escape Plan, Norma Jean, Genghis Tron, Isis, The Blood Brothers, Mastodon, The Locust
Inhalt: 13 Tracks / 42:02 Minuten
Highlights: „Dark Horse“, „Reap What You Sow“, „Worms Will Feed / Rats Will Feast“, „Wishing Well“, „Damages“, „Cruel Bloom“, „Wretched World“
Ausfälle:
Kritik: Was soll man über Converge noch groß sagen? Sie gehören definitiv zu den heftigsten Bands der Hardcore-Szene, aber auch zu denen, die technisch am meisten draufhaben. Wie erwartet tritt einem „Axe To Fall“ also die meiste Zeit über gnadenlos in die Fresse, und wenn mal nicht mit Hochgeschwindigkeit drauflosgebrettert wird, heißt das noch lange nicht, dass es eine Entspannungspause gibt. Gerade der letzte Track „Wretched World“ ist ein perfektes Beispiel dafür: Obwohl in den ersten zwei Minuten im Grunde überhaupt nichts passiert und sich der Song auch danach nur quälend langsam aufbaut, ist er ein extrem verstörendes Stück Musik, das gegen Ende mit einer tsunamiähnlichen Urgewalt über den wehrlosen Hörer einbricht – ohne dabei auf Geschwindigkeit oder übertriebene Brutalität zu setzen. Ein absolut großartiges Album mit einem unglaublichen Ende.

08. SUNN O))) ~ Monoliths & Dimensions (9,5/10)

Genre: Drone, Avantgarde
Referenzen: Earth, Boris, Bohren & Der Club Of Gore, Fantômas
Inhalt: 4 Tracks / 53:38 Minuten
Highlights: „Aghartha“, „Alice“
Ausfälle:
Kritik: Im Prinzip gibt es überhaupt keine Gelegenheit, zu der man die Musik von Sunn O))) hören kann. Sunn O))) machen nämlich eigentlich gar keine Musik, Sunn O))) machen Geräusch. Merkwürdige, bizarre Tongebilde, die noch nicht mal wissen, wie man „Melodie“ schreibt. Oder „Strukturen“. Oder auch „Rhytmus“. Nö, das is nich denen ihrs. Braucht man aber auch eigentlich gar nicht.

09. THRICE ~ Beggars (9,5/10)

Genre: Rock, Alternative, Post-Hardcore
Referenzen: A Perfect Circle, Aereogramme, Thursday, Isis, Radiohead, Dredg, Oceansize
Inhalt: 11 Tracks / 43:25 Minuten
Highlights: „The Weight“, „Doublespeak“, „In Exile“, „Wood And Wire“, „Talking Through Glass“, „Beggars“
Ausfälle:
Kritik: Vielleicht zeigt erst „Beggars“, wie gut Thrice wirklich sind. Wo manche Bands sich in Experimenten verlieren oder einfach immer das Gleiche machen (und dabei immer langweiliger werden), schaffen Thrice die perfekte Gratwanderung. Mitwandern!

10. ISOLE ~ Silent Ruins (9,4/10)

Genre: Epic Doom Metal
Referenzen: My Dying Bride, Reverend Bizarre, While Heaven Wept, Mar De Grises, Katatonia, Opeth
Inhalt: 7 Tracks / 53:48 Minuten
Highlights: „Nightfall“, „Hollow Shrine“, „Dark Clouds“
Ausfälle:
Kritik: Isole spielen eigentlich keine besondere Musik. Melodiösen, epischen Doom Metal – sowas gibt es wie Sand am Meer. Aber warum ist gerade dieses Album so gut? Deshalb!

11. ALICE IN CHAINS ~ Black Gives Way To Blue (9,4/10)

Genre: Grunge, Hard Rock, Metal
Referenzen: Soundgarden, Nirvana, Mudhoney, Life Of Agony, Oceansize, Seether, Creed, Tool
Inhalt: 11 Tracks / 54:26 Minuten
Highlights: „All Secrets Known“, „Check My Brain“, „Your Decision“, „Lessons Learned“, „Private Hell“
Ausfälle:
Kritik: Viele Bands versuchen nach ihrer Auflösung ein Comeback. Eher wenige Bands haben dabei aber ihr größtes Aushängeschild verloren. Es ist wohl nicht übertrieben zu sagen, dass Layne Staley im Grunde Alice In Chains war. Daher war nach seinem Tod 2002 eine Auflösung das Einzige, was Sinn machte. Entsprechend waren viele skeptisch, als bekannt wurde, dass die Band mit einem neuen Sänger namens William DuVall zurückkommen will. Spätestens aber wenn der majestätische Refrain des unfassbaren Openers „All Secrets Known“ zum ersten Mal erklingt, werden all diese Zweifel beiseite gefegt und man steht – nein, kniet – mit offenem Mund vor seinen Lautsprechern. Zwar kann das sehr hohe Niveau des Songs nicht über das ganze Album hinweg gehalten werden, aber zu so etwas ist wohl keine Band der Welt fähig.

12. …AND YOU WILL KNOW THEM BY THE TRAIL OF DEAD ~ The Century Of Self (9,4/10)

Genre: Alternative Rock, Progressive Rock, Noiserock
Referenzen: Dredg, Sonic Youth, Aereogramme, Modest Mouse, dEUS, The Smashing Pumpkins, Blackmail, Biffy Clyro, Mumm-Ra, Sparta
Inhalt: 13 Tracks / 53:35 Minuten
Highlights: „Isis Unveiled“, „Halcyon Days“, „Bells Of Creation“, „Luna Park“, „Pictures Of An Only Child“, „Insatiable One“, „Ascending“, „Insatiable Two“
Ausfälle: „Inland Sea“
Kritik: So, damit hätte ich auch die umständlichste Überschrift des Jahres geschafft. Umständlich ist hier übrigens ein passendes Wort, denn die Songs schlagen – wie eigentlich immer bei dieser Band – mal wieder die wahnwitzigsten Haken. Hak dich ein!

13. KALISIA ~ Cybion (9,4/10)

Genre: Progressive Metal, Melodic Death Metal, Black Metal, Power Metal, Symphonic Metal, Industrial, Progressive Rock
Referenzen: Ayreon, Dream Theater, Riverside, Cradle Of Filth, Nine Inch Nails, Scar Symmetry, Dimmu Borgir, In Flames, Bal-Sagoth, Sybreed, Dark Age
Inhalt: 20 Tracks / 70:18 Minuten
Highlights: „Introduction/Domination“, „Aspiration Above“, „Arken Bringer“, „Alien Choice“, „Blurred Exile“, „Cast Away“, „Devices Awakening“, „Distant Chronicles“, „Digital Disclosure“, „Deserved Eternity“
Ausfälle:
Kritik: Müsste ich dieses Album mit einem einzigen Adjektiv beschreiben, wäre wohl „anstrengend“ die richtige Wortwahl. Zu anstrengend sogar. Einen Versuch wagen! Anmerkung: Inzwischen finde ich „Cybion“ allerdings nicht mehr zu anstrengend… dieses Album will erobert werden. Der Rest der Kritik ist allerdings noch up to date, denn an der Musik selbst hat sich logischerweise nichts geändert =)

14. SWALLOW THE SUN ~ New Moon (9,3/10)

Genre: Doom Metal
Referenzen: My Dying Bride, Opeth, Amorphis, Dimmu Borgir, Ahab, Anathema, Draconian, Ghost Brigade, Dagoba, Paradise Lost
Inhalt: 8 Tracks / 53:45 Minuten
Highlights: „These Woods Breathe Evil“, „Falling World“, „Lights On The Lake“, „New Moon“
Ausfälle:
Kritik: Eins vorweg: Dieses Album hat nichts mit funkelnden Vampiren zu tun, auch wenn der Titel den Anschein erweckt. Wahrscheinlich kennen Swallow The Sun den Film/das Buch noch nicht mal, die hatten nämlich in letzter Zeit was besseres zu tun. Nachdem letztes Jahr die großartige EP „Plague Of Butterflies“ erschien, die aus dem halbstündigen Titeltrack und vier älteren Songs bestand, veröffentlicht die Band jetzt ihr viertes Studioalbum, und was soll man sagen? Es ist genauso überragend wie alles, was sie zuvor veröffentlicht haben! Ob der aggressive, recht schnelle Opener „These Woods Breathe Evil“, das geniale „Falling World“ (inklusive Ohrwurmrefrain!), das düstere „Lights On The Lake“ mit wunderschönem Frauengesang oder das dramatische, todtraurige „New Moon“: Swallow The Sun überzeugen wie immer restlos und spielen Songs, die keine – wirklich keine – andere Band so phänomenal hinbekommen würde.

15. MONO ~ Hymn To The Immortal Wind (9,3/10)

Genre: Post-Rock
Referenzen: Explosions In The Sky, Mogwai, Ef, Godspeed You! Black Emperor, Pelican, Isis
Inhalt: 7 Tracks / 66:13 Minuten
Highlights: „Ashes In The Snow“, „Burial At Sea“, „Pure As Snow (Trails Of The Winter Storm)“, „The Battle To Heaven“, „Everlasting Light“
Ausfälle:
Kritik: Es gibt so einige Bands, die immer ein Garant für guten Postrock sind. Mogwai, Sigur Ros, Explosions In The Sky… und halt auch Mono. Bei „Hymn To The Immortal Wind“ hatte ich also keinerlei Bedenken – und ich wurde nicht enttäuscht, denn der Band ist wieder mal ein großartiges Album gelungen. Hier fällt mir kein Linktext ein.

16. PARADISE LOST ~ Faith Divides Us – Death Unites Us (9,3/10)

Genre: Gothic Metal
Referenzen: Amorphis, Tiamat, My Dying Bride, Anathema, Moonspell, Metallica, Lacuna Coil, Katatonia, Sentenced
Inhalt: 11 Tracks / 50:30 Minuten
Highlights: „As Horizons End“, „Frailty“, „Faith Divides Us – Death Unites Us“, „Last Regret“
Ausfälle:
Kritik: Erstmal würde ich nicht empfehlen, „Faith Divides Us – Death Unites Us“ mit voll aufgedrehtem Bassregler zu hören, es sei denn, du wolltest dein Haus sowieso abreißen und dir neue Lautsprecher kaufen. So heftig, wie der Opener „As Horizons End“ aus den Boxen dröhnt, wirst du sie brauchen! Risikofreundlich?

17. ARCTIC MONKEYS ~ Humbug (9,3/10)

Genre: Alternative Rock, Stoner Rock, Psychedelic, Indie
Referenzen: Queens Of The Stone Age, Them Crooked Vultures, The Dead Weather, St Helens, The Last Shadow Puppets, Babyshambles, The Strokes, Franz Ferdinand, The Rifles
Inhalt: 10 Tracks / 39:01 Minuten
Highlights: „My Propeller“, „Dance Little Liar“, „Pretty Visitors“, „The Jeweller’s Hands“
Ausfälle:
Kritik: Viele Bands, die mit ihrem Debütalbum riesige Erfolge feiern, gehen auf Nummer sicher und behalten ihren Stil einfach bei, damit die nächsten Alben genauso erfolgreich werden. Auf lange Sicht klappt so etwas aber nur selten, und so haben die Arctic Monkeys einen anderen Weg gewählt. Zwar deutete sich auf dem zweiten Album „Favourite Worst Nightmare“ schon ein Stilwechsel an, doch erst „Humbug“ zieht ihn richtig durch. So poppig wie in den Anfangstagen sind die Monkeys nur noch sehr selten, stattdessen dominieren komplexere, düstere Songs wie das dunkle „Fire And The Thud“ oder das hektische, Haken schlagende Meisterwerk „Pretty Visitors“. Ein ausschlaggebender Grund ist wahrscheinlich, dass bei der Produktion der Stoner-Rock-Großmeister höchstpersönlich, Josh Homme, an den Reglern saß. „Humbug“ ist ein mutiges Album, das aber sehr gut funktioniert, auch wenn es mit großer Wahrscheinlichkeit nicht so große kommerzielle Erfolge feiern wird wie die zwei Vorgänger.

18. KATATONIA ~ Night Is The New Day (9,3/10)

Genre: Dark Metal, Gothic Rock
Referenzen: Anathema, Amorphis, Opeth, Ghost Brigade, Swallow The Sun, My Dying Bride, Porcupine Tree, Tool, Draconian
Inhalt: 11 Tracks / 48:37 Minuten
Highlights: „Onward Into Battle“, „Liberation“, „The Promise Of Deceit“, „Day And Then The Shade“, „Departer“
Ausfälle:
Kritik: Von den Doom-Metal-Anfängen von Katatonia ist nur noch die düstere, melancholische Atmosphären geblieben. Das neue Album „Night Is The New Day“ kombiniert viel mehr den Düsterrock von „Viva Emptiness“ mit den komplexen Metaleruptionen des Vorgängers „The Great Cold Distance“. Diese Mischung funktioniert hervorragend, und so liefern Katatonia hier vielleicht ihr bestes, aber auf jeden Fall ihr homogenstes Album ab.

19. RUSSIAN CIRCLES ~ Geneva (9,2/10)

Genre: Post-Rock, Post-Metal
Referenzen: Isis, Mono, Mogwai, Neurosis, Red Sparowes, Pelican
Inhalt: 7 Tracks / 46:00 Minuten
Highlights: „Malko“, „When The Mountain Comes To Muhammad“
Ausfälle:
Kritik: Instrumentale, komplexe Alben sind immer sehr schwer zu beschreiben… die Referenzen sollten eigentlich alles sagen, für mehr reicht mein schriftstellerisches Talent nicht aus =)

20. ANAAL NATHRAKH ~ In The Constellation Of The Black Widow (9,2/10)

Genre: Black Metal, Grindcore, Death Metal
Referenzen: Belphegor, 1349, The Berzerker, Behemoth, Dark Funeral
Inhalt: 10 Tracks / 34:58 Minuten
Highlights: „More Of Fire Than Blood“, „Terror In The Mind Of God“, „Oil Upon The Sores Of Lepers“, „Satanarchrist“
Ausfälle:
Kritik: Wer kennt das Video zu „Benzin“ von Rammstein? Bestimmt einige. Da brettert die Band ja mit diesem überdimensionalen Sattelschlepper durch die Gegend und zerdeppert dabei alles, was im Weg rumsteht. Man stelle sich diesen Sattelschlepper jetzt dreimal so groß, sechsmal so schnell und neunmal so zerstörerisch vor, dann hat man ungefähr eine Ahnung von der Zerstörung, die Anaal Nathrakh (was übrigens nichts mit Arschlöchern zu tun hat, sondern übersetzt etwa „Schlangenatem“ bedeutet) mit ihrer Musik anrichten. Als Ergänzung dazu noch meine ursprüngliche Kritik.

21. THE XX ~ XX (9,2/10)

Genre: Indie, Pop
Referenzen: The Cure, Radiohead, Portishead
Inhalt: 11 Tracks / 38:29 Minuten
Highlights: „VCR“, „Crystalised“, „Shelter“, „Infinity“
Ausfälle:
Kritik: Kein richtiger Bandname, kein Albumtitel, kein nennenswertes Coverartwork… The XX machen es einem nicht unbedingt einfach. Dabei ist „XX“ eigentlich das perfekte Album für die Nacht. Nicht für wilde Partys, sondern zum entspannten Herumhängen, am besten irgendwo, von wo aus man den Sternenhimmel sehen kann. Die Songs sind größtenteils sehr minimalistisch, mit viel Hall unterlegt und klingen, als würden sie irgendwo im Weltall herumtaumeln. Manchmal hört man nur eine ganz sanft gezupfte Gitarre, dann wummert wieder der Bass, aber immer bleibt es ruhig und melancholisch.

22. AMORPHIS ~ Skyforger (9,2/10)

Genre: Melodic Death Metal, Gothic Rock
Referenzen: Anathema, Katatonia, Opeth, Lacuna Coil
Inhalt: 11 Tracks / 53:04 Minuten
Highlights: „Sampo“, „From The Heaven Of My Heart“, „My Sun“, „Course Of Fate“
Ausfälle:
Kritik: „Skyforger“ ist wieder eine Steigerung im Vergleich zu „Silent Waters“, hinter „Eclipse“, das wohl auch weiterhin das Referenzwerk der Band wird, an dem sie sich immer messen müssen, bleibt es aber immer noch zurück. Wieso?

23. DREAM THEATER ~ Black Clouds & Silver Linings (9,2/10)

Genre: Progressive Metal, Progressive Rock
Referenzen: Riverside, Fates Warning, Spock’s Beard, Porcupine Tree, Metallica
Inhalt: 6 Tracks / 75:27 Minuten
Highlights: „A Nightmare To Remember“, „Wither“, „The Shattered Fortress“, „The Count Of Tuscany“
Ausfälle:
Kritik: Vielfältig, episch, dramatisch, schnell, hart, langsam, ruhig, atmosphärisch, und natürlich gibt es mindestens drölfhundert Gitarren- und Keyboardsoli. Prog at its best!

24. WHILE HEAVEN WEPT ~ Vast Oceans Lacrymose (9,1/10)

Genre: Progressive Metal, Melodic Doom Metal
Referenzen: Reverend Bizarre, Swallow The Sun, Dream Theater, Queen
Inhalt: 6 Tracks / 42:20 Minuten
Highlights: „The Furthest Shore“, „Vessel“, „Vast Oceans Lacrymose“
Ausfälle:
Kritik: Ähnlich wie Ahab, scheinen sich auch While Heaven Wept auf dem Meer wohlzufühlen, interpretieren selbiges aber ganz anders als diese. Während Ahab auf eine bösartige, hoffnungslose Atmosphäre setzen, dominiert bei WHW eine Mischung aus harten, aber melodischen Parts und epischen, optimistischen Passagen mit klarem, kräftigem Gesang. Besonders deutlich zeigt dies der über eine Viertelstunde lange Opener „The Furthest Shore“, der sich nach einem äußerst heftigen Beginn immer mehr in eine majestätische Hymne mit einem mehrere Minuten dauernden, fantastischen Outro verwandelt. Wie ein Schiff, das durch stürmische See muss, bis die Besatzung irgendwann die Küste der Heimat erblickt und der mitgenommene Kahn schließlich am Kai zum Stehen kommt. So ähnlich ist auch das gesamte Album aufgebaut; gegen Ende dominieren immer mehr die ruhigen, hymnischen Songs, gerne auch von klassischen Instrumenten unterstützt. Sogar der Gesang zieht sich in den letzten zwei Tracks komplett zurück. „Vast Oceans Lacrymose“ ist der perfekte Soundtrack für eine ereignisreiche Schifffahrt.

25. PORTUGAL. THE MAN ~ The Satanic Satanist (9,1/10)

Genre: Pop, Alternative Rock, Indie
Referenzen: Radiohead, The Beatles, Animal Collective, Trail Of Dead
Inhalt: 11 Tracks / 34:45 Minuten
Highlights: „People Say“, „Work All Day“, „The Sun“, „Do You“, „Everyone Is Golden“
Ausfälle:
Kritik: Portugal. The Man machen neuerdings Popmusik. Dominierten auf den vergangenen Alben noch vertrackte, psychedelische Kuddelmuddel aus allen vorstellbaren Stilrichtungen, so haben sich die Alaskaner diesmal etwas gezügelt und spielen stattdessen sonnige, eingängige Pop(ja!)-Songs, die aber trotzdem nichts an Qualität eingebüßt haben.

26. MY DYING BRIDE ~ For Lies I Sire (9,1/10)

Genre: Doom Metal
Referenzen: Candlemass, Paradise Lost, Anathema, Swallow The Sun
Inhalt: 9 Tracks / 57:55 Minuten
Highlights: „Fall With Me“, „Echoes From A Hollow Soul“, „Shadow Haunt“, „Santuario Di Sangue“
Ausfälle:
Kritik: My Dying Bride sind My Dying Bride und bleiben auch My Dying Bride. Die Musik ist gut und bleibt auch gut. Die Kritik ist eine Kritik und bleibt auch eine Kritik.

27. WOLFMOTHER ~ Cosmic Egg (9,1/10)

Genre: Hard Rock
Referenzen: Led Zeppelin, AC/DC, Rage Against The Machine, Queens Of The Stone Age, Soundgarden, The Subways, Muse
Inhalt: 12 Tracks / 53:30 Minuten
Highlights: „Pilgrim“, „In The Castle“, „Violence Of The Sun“
Ausfälle:
Kritik: Wolfmother bleiben ihrem Stil treu und mischen eingängigen Hard Rock mit psychedelischen Passagen und völlig durchgedrehtem Gesang. Nicht nur der Stil bleibt gleich, auch der Eindruck: Wolfmother rocken alles zu Brei. Hammeralbum!

28. THE MARS VOLTA ~ Octahedron (9/10)

Genre: Progressive Rock, Psychedelic, Funklatinpopfusionjazzmetal, Artrock
Referenzen: At The Drive-In, Porcupine Tree, Pink Floyd, The Blood Brothers
Inhalt: 8 Tracks / 50:03 Minuten
Highlights: „Since We’ve Been Wrong“, „Teflon“, „With Twilight As My Guide“, „Cotopaxi“
Ausfälle:
Kritik: Ein Album, das dem Hörer zuerst auflauert, ihn dann erleichtert, nur um die Erwartungen dann doch nicht zu erfüllen, auf einmal nicht nur mit der Tür ins Haus zu fallen, sondern selbiges gleich komplett einzureißen, einen kurz in Sicherheit wiegt und einen dann von hinten mit einem Vierzigtonner zu überfahren, nur um ihn dann auszutrocknen, anzuzünden und ihn auszulachen, wärend er zu Asche wird. Etwas verständlicher bitte!

29. SLAYER ~ World Painted Blood (9/10)

Genre: SLAYER!
Referenzen: SLAYER!
Inhalt: 11 Tracks / 40:03 Minuten
Highlights: „Public Display Of Dismemberment“, „Human Strain“, „Playing With Dolls“
Ausfälle:
Kritik: SLAYER! SLAYER! SLAYER! SLAYER! SLAYER! SLAYER! SLAYER! SLAYER! SLAYER! SLAYER! SLAYER! SLAYER! SLAYER! SLAYER! SLAYER! SLAYER! SLAYER! SLAYER! SLAYER! SLAYER! SLAYER! SLAYER! SLAYER! SLAYER!

30. AHAB ~ The Divinity Of Oceans (8,9/10)

Genre: Nautik Funeral Doom Metal… sagen sie selber^^
Referenzen: My Dying Bride, Swallow The Sun, das Meer
Inhalt: 7 Tracks / 67:34 Minuten
Highlights: „The Divinity Of Oceans“, „Redemption Lost“, „Tombstone Carousal“, „Gnawing Bones (Coffin’s Lot)“, „Nickerson’s Theme“
Ausfälle:
Kritik: Eine Waljagd schlägt fehl, das Schiff ist Schrott und um nicht zu verhungern, fangen die Seemänner irgendwann an, sich gegenseitig aufzufressen. Nicht unbedingt das also, was man seinen Kindern vorlesen würde, aber Kindermusik machen Ahab ja auch nicht so wirklich. Blubb.

31. ST HELENS ~ Heavy Profession (8,9/10)

Genre: Alternative, Indie, Pop, Psychedelic
Referenzen: The Beatles, The White Stripes, Arctic Monkeys, The Kills
Inhalt: 11 Tracks / 35:18 Minuten
Highlights: „Don’t Laugh“, „Heavy Profession“, „St Luke“, „One In Seventeen“, „Summer Is Forever“
Ausfälle:
Kritik: Du sitzt um 1:47 Uhr nachts in deinem Zimmer am PC und bastelst bei TrackMania irgendwelche nicht besonders guten Strecken, die außer dir nie jemand befahren wird. „Heavy Profession“ sitzt währenddessen neben dir und erzählt dir von Erlebnissen, die eigentlich alltäglich erscheinen, für euch aber etwas ganz besonderes sind. Dieses Album ist wie ein guter Freund, den man seit Jahren nicht mehr gesehen hat und der sehr viel zu erzählen hat. Perfekt zum Entspannen.

32. EMINEM ~ Relapse (8,9/10)

Genre: Rap
Referenzen: Eminem!
Inhalt: 20 Tracks / 76:16 Minuten
Highlights: „Insane“, „Medicine Ball“, „Stay Wide Awake“, „Old Time’s Sake“, „Déjà Vu“, „Underground“
Ausfälle:
Kritik: Er hat es also wieder mal geschafft, ein Album ohne jegliche Schwachstellen aufzunehmen und den Hörer manchmal wirklich mit offenem Mund zurückzulassen. The King is back! Es lebe der König!

33. BIFFY CLYRO ~ Only Revolutions (8,8/10)

Genre: Alternative Rock
Referenzen: Foo Fighters, Kings Of Leon, Muse, Sparta, …And You Will Know Us By The Trail Of Dead
Inhalt: 12 Tracks / 43:16 Minuten
Highlights: „Shock Shock“, „Many Of Horror“, „Whorses“
Ausfälle:
Kritik: Wer nach dem ziemlich poppigen Album „Puzzle“ (2007) ernsthaft davon ausgegangen war, dass Biffy Clyro sich auf ihre Wurzeln zurückbesinnen und wieder so ein abgefahrenes Prog-Rock-Indie-Album wie „The Vertigo Of Bliss“ oder „Blackened Sky“ abliefern würden, der leidet wohl unter akutem Realitätsverlust. „Puzzle“ funktionierte einfach zu gut und war trotz der Eingängigkeit ein großartiges Album. „Only Revolutions“ geht diesen Weg weiter, wie der hymnische Mitsing-Opener „The Captain“ zeigt – mit diesem Song haben Biffy Clyro sich unter den langjährigen Fans viele Feinde gemacht, Tatsache ist aber: Das Ding geht ins Ohr und will nicht mehr raus. Überhaupt sind es diesmal die hymnischen, dramatischen Songs, die herausstechen. Der euphorische Abschlusstrack „Whorses“ beispielsweise, oder der Gänsehautsong „Many Of Horror“, den man ohne schlechtes Gewissen als die beste Ballade der Band bezeichnen kann. Die rockigeren Songs dagegen sind zwar auch durchgängig gelungen, vermögen aber trotz einiger Ecken und Kanten (z.B. das Outro von „That Golden Rule“ oder der atemlose Rhytmus von „Cloud Of Stink“) nicht ganz so stark zu begeistern. Trotzdem: „Only Revolutions“ ist ein sehr, sehr gutes Album, die Band muss nur aufpassen, dass sie nicht zu sehr in Richtung Radiopop abdriftet.

34. THE DEAD WEATHER ~ Horehound (8,8/10)

Genre: Alternative Rock
Referenzen: The White Stripes, Queens Of The Stone Age, Arctic Monkeys, The Kills, The Raconteurs
Inhalt: 11 Tracks / 43:54 Minuten
Highlights: „Hang You From The Heavens“, „Treat Me Like Your Mother“, „No Hassle Night“, „Will There Be Enough Water?“
Ausfälle:
Kritik: Jack White und Alison Mosshart singen zwar, scheinen dabei aber fast einzuschlafen und… zzzz….. Äh, was? Is schon Montag? Scheint so.

35. PLACEBO ~ Battle For The Sun (8,7/10)

Genre: Alternative Rock
Referenzen: The Smashing Pumpkins, Interpol, Snow Patrol, Slut, Editors, Coldplay, Muse
Inhalt: 13 Tracks / 52:12 Minuten
Highlights: „Battle For The Sun“, „Bright Lights“, „Speak In Tongues“, „The Never-Ending Why“, „Julien“
Ausfälle:
Kritik: Vor dem Release von „Battle For The Sun“ ließ man verlauten, man wolle diesmal eine positivere Stimmung verbreiten – “kann das funktionieren?”, fragten sich so einige. Hier die Antwort! (Anmerkung: „Kitty Litter“ und „Ashtray Heart“ gefallen mir inzwischen doch, ich wollte aber wegen zwei Songs nicht die ganze Kritik noch mal neu schreiben^^)

36. GHOST BRIGADE ~ Isolation Songs (8,7/10)

Genre: Melodic Death Metal, Progressive Metal, Dark Metal
Referenzen: Opeth, Amorphis, Katatonia, Nahemah, Anathema, Swallow The Sun
Inhalt: 11 Tracks / 60:44 Minuten
Highlights: „Into The Black Light“, „Concealed Revulsions“, „Secrets Of The Earth“
Ausfälle:
Kritik: „Isolation Songs“ ist ein makelloses Zweitwerk und zeigt, dass Ghost Brigade keine Eintagsfliege sind und man weiterhin mit ihnen rechnen muss. Der Rechenweg.

37. BARONESS ~ Blue Record (8,5/10)

Genre: Sludge, Stoner Metal
Referenzen: Mastodon, Queens Of The Stone Age, Kyuss, Isis, Pelican, Minsk
Inhalt: 12 Tracks / 44:36 Minuten
Highlights: „Jake Leg“, „War, Wisdom And Rhyme“
Ausfälle:
Kritik: Nach dem „Red Album“ kommt also die „Blue Record“… glücklicherweise sind Baroness beim Komponieren ihrer Musik etwas einfallsreicher als bei der Wahl der Albumtitel. Das zweite Album der Band ist eine wilde Achterbahnfahrt durch Meere, Gebirge und weite Ebenen, die vielleicht etwas zu kurz, aber dafür umso überzeugender ist.

38. DANANANANAYKROYD ~ Hey Everyone! (8,5/10)

Genre: Alternative Rock, Punkrock
Referenzen: …And You Will Know Us By The Trail Of Dead, We Were Promised Jetpacks, Future Of The Left, The White Stripes, Queens Of The Stone Age
Inhalt: 12 Tracks / 45:17 Minuten
Highlights: „Hey Everyone“, „The Greater Than Symbol And The Hash“, „Black Wax“, „One Chance“, „Hey James“
Ausfälle:
Kritik: Den Award für den beklopptesten Bandnamen des Jahres können sich Dananananaykroyd problemlos sichern, ihr Debütalbum „Hey Everyone“ schafft es zwar nicht bis in die obersten Ränge, macht aber riesigen Spaß, vor allem wenn ein Song einfach mal zur Hälfte aus dem alles zertrümmernden Outro besteht („The Greater…“) oder dir dermaßen vor den Latz knallt, dass du für eine Minute nicht mehr weißt wo du bist (und viel länger ist „One Chance“ eh nicht). Frech grinsend erklären Dananananaykroyd hiermit: „Diese Musikwelt gehört jetzt uns, und wir machen sie kaputt!“

39. DREDG ~ The Pariah, The Parrot, The Delusion (8,4/10)

Genre: Artrock, Alternative
Referenzen: Placebo, …And You Will Know Us By The Trail Of Dead, My Morning Jacket, Porcupine Tree, A Perfect Circle, Incubus, MGMT, Nada Surf, Muse
Inhalt: 18 Tracks / 59:46 Minuten
Highlights: „Pariah“, „Light Switch“, „Savior“, „Quotes“, „Down To The Cellar“
Ausfälle: „Mourning This Morning“
Kritik: Nachdem Dredg einem erst mal in alter Manier frontal vors Gesicht hauen, beginnt eine Achterbahnfahrt aus tanzbaren Rhytmen, Mitsingrefrains, jaulenden Gitarren und Bombast, die seinesgleichen sucht. Gegen Ende wird es dann immer lauter, bevor das Anfangsriff noch mal alles gibt und dann am Boden zerschellt. Die Scherben aufsammeln.

40. MUSE ~ The Resistance (8,3/10)

Genre: Alternative Rock, Bombast-Rock, Artrock, Klassik
Referenzen: Queen, Dredg, Keane, Timbaland, Biffy Clyro, Radiohead, Mew, Meat Loaf, Silverchair, Slut
Inhalt: 11 Tracks / 54:18 Minuten
Highlights: „Uprising“, „Resistance“, „United States Of Eurasia“, „Guiding Light“, „Unnatural Selection“, „MK Ultra“, „Exogenesis: Symphony Part II – Cross-Pollination“
Ausfälle: „Exogenesis: Symphony Part III – Redemption“
Kritik: Was macht man, wenn man niemandem mehr was beweisen muss? Genau, das was man will. Im Falle von Muse-Mastermind Matthew Bellamy bedeutet das: Mehr Bombast. Mehr Klassik. Mehr Elektronik. Und vor allem: Mehr mehr. Mehr?

41. PORCUPINE TREE ~ The Incident (8,3/10)

Genre: Progressive Rock, Progressive Metal
Referenzen: A Perfect Circle, Riverside, Pink Floyd, Radiohead, Coheed And Cambria, Transatlantic, Tool, Spock’s Beard, Muse, Aereogramme
Inhalt: 18 Tracks / 73:57 Minuten
Highlights: „The Blind House“, „Kneel And Disconnect“, „The Incident“, „Time Flies“, „Octane Twisted“, „Circle Of Maniacs“, „Remember Me Lover“
Ausfälle: „The Yellow Windows Of The Evening Train“, „Flicker“
Kritik: „Du, Steven?“ – „Ja?“ – „Sach ma, is das Absicht, dass wir hier gar keinen Metal mehr spielen?“ – „Öhm… verdammte Scheiße, ich wusste doch, ich hab was vergessen! Lass uns mal was Hartes spielen, das können wir noch irgendwo reinquetschen.“ – „Einfach so? Passt das denn auch?“ – „Nerv nicht, halt einfach die Klappe und spiel!“ Wat?

42. DARK AGE ~ Acedia (8,3/10)

Genre: Melodic Death Metal
Referenzen: In Flames, Dark Tranquillity, Scar Symmetry, Sybreed, Bullet For My Valentine, As I Lay Dying, Dagoba
Inhalt: 12 Tracks / 47:51 Minuten
Highlights: „Kingdome Nevercome“, „Devote Yourself To Nothing“, „10 Steps To Nausea“, „Halo Meridian“, „All The Unfulfilled“
Ausfälle:
Kritik: Obwohl die Hamburger von Dark Age schon seit 1994 im Geschäft sind, konnten sie es bisher nie bis ganz nach oben schaffen – eigentlich unverständlich, spielen sie doch Musik, die sehr an die äußerst erfolgreichen In Flames erinnert. Das neue Album „Acedia“ ist bis zum Zerbersten vollgestopft mit eingängigen Melodien, geilen Riffs und abwechslungsreichen Songs, und man fragt sich wirklich, warum diese Band nicht ganz oben mitmischt.

43. MANDO DIAO ~ Give Me Fire! (8,2/10)

Genre: Britpop, Indie, Rock
Referenzen: Oasis, Jet, Franz Ferdinand, The Strokes, Sugarplum Fairy, The Kooks
Inhalt: 13 Tracks / 58:24 Minuten
Highlights: „Maybe Just Sad“, „Give Me Fire“, „The Shining“
Ausfälle: „Crystal“
Kritik: Ganz einfach, sie sind wieder so wie früher, und das ist gut so! Mitfreuen.

44. GREEN DAY ~ 21st Century Breakdown (8,1/10)

Genre: Rock
Referenzen: Sum 41, The Offspring, My Chemical Romance, Millencolin, The Beatles, NoFX
Inhalt: 18 Tracks / 59:16 Minuten
Highlights: „Christian’s Inferno“, „Last Night On Earth“, „Viva La Gloria? (Little Girl)“, „Restless Heart Syndrome
Ausfälle: „Know Your Enemy, „Murder City“
Kritik: Hymnische Songs, schnelle Punkrockkracher und immer wieder Ausflüge in Balladen- und Akustikregionen – das haben sie auf dem Vorgänger gemacht und sie machen es auch hier. „21st Century Breakdown“ ist allerdings insgesamt ein ganzes Stück rockiger und schneller, die Songs sind wieder kürzer. Aber jetzt mal von Anfang an. Und los.

45. WILCO ~ Wilco (The Album) (8,1/10)

Genre: Folk Rock
Referenzen: Bright Eyes, The Decemberists, My Morning Jacket, The Beatles
Inhalt: 11 Tracks / 42:46 Minuten
Highlights: „Country Disappeared“, „I’ll Fight“, „Everlasting Everything“
Ausfälle:

.

46. FUTURE OF THE LEFT ~ Travels With Myself And Another (8,1/10)

Genre: Noiserock, Alternative Rock
Referenzen: …And You Will Know Us By The Trail Of Dead, McLusky, Queens Of The Stone Age, Modest Mouse, Melvins, Sonic Youth, The Features
Inhalt: 12 Tracks / 33:02 Minuten
Highlights: „Arming Eritrea“, „The Hope That House Built“, „You Need Satan More Than He Needs You“, „Drink Nike“
Ausfälle: „That Damned Fly“, „Yin / Post-Yin“
Kritik: Mit „Travels With Myself And Another“ legen Future Of The Left das wohl angepissteste Album des Jahres vor. In Songs wie „Arming Eritrea“ oder „You Need Satan More Than He Needs You“ kotzt Sänger Andrew Falkous dem Hörer seine Wut dermaßen vor die Füße, dass man sich wirklich fragt, was mit diesem Menschen los ist. Auch ansonsten lautet die Devise: Einfach drauflos, und gucken was dabei rauskommt. Das funktioniert nicht in hundert Prozent der Fälle, aber wenn, dann um so besser.

47. MAXIMO PARK ~ Quicken The Heart (8/10)

Genre: Indie-Rock
Referenzen: Franz Ferdinand, The Smiths, Blur, Pulp, The Rakes, The Cure, Arctic Monkeys
Inhalt: 12 Tracks / 37:38 Minuten
Highlights: „The Kids Are Sick Again“, „A Cloud Of Mystery“, „Calm“, „Let’s Get Clinical“, „Overland, West Of Suez“
Ausfälle: „In Another World (You Would’ve Found Yourself By Now“
Kritik: xx

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