Das Buch.

Prolog.
Hier ist das Buch vorbei.
Glauben Sie nicht? Naja, dann kann ich Ihnen wohl auch nicht mehr helfen. Es ist zwar wirklich wahr, aber da Sie mir das sowieso nicht glauben, schreibe ich jetzt einfach noch eins und tue so, als würde es noch dazugehören. Viel Spaß!

Kapitel 1: Wie es ist, ein Moritz zu sein

So, das ist jetzt das erste Kapitel. Hmm, wie fange ich am besten an? Ich habe nicht die geringste Ahnung von diesem Mist hier. Außerdem tut mein Kopf weh. Hoffentlich sind das nicht meine Zähne, Zahnschmerzen sind nämlich doof. Naja – ich war heute beim Zahnarzt, und der hat gesagt, es wäre alles in Ordnung… also kann es daran eigentlich nicht liegen.

Und wo wir gerade dabei sind, vom Thema abzuschweifen, möchte ich gerne noch eine kleine Merkwürdigkeit schildern: Die Fernbedienung meiner Stereoanlage funktioniert nicht mehr so richtig. Also, eigentlich funktioniert sie schon, aber leider gehen nur die Knöpfe für die Lautstärkeregelung und der An-Aus-Knopf, ab und zu gehen sogar noch ein paar andere. An den Batterien kann das eigentlich nicht liegen, denn das ist schon ziemlich lange so, und irgendwie kommt mir das alles ziemlich komisch vor. Ist aber auch egal, zurück zum Thema.

Und genau das ist das größte Problem: Ich habe gar kein Thema! Nun, Sie mögen sich jetzt fragen, warum ich dann überhaupt anfange, ein Buch zu schreiben, und mir nicht zuerst ein Thema überlege… Damit haben Sie natürlich prinzipiell nicht unrecht, aber die ganze Geschichte gestaltet sich etwas komplizierter:

Auf den ganzen Quatsch bin ich durch die Svenja gekommen, wie genau hab ich vergessen, jedenfalls habe ich behauptet, ich würde ein Buch schreiben, ohne mir ein Thema vorzugeben und einfach mal gucken, wohin das Ganze denn so führt. Und wenn ich das so vollmundig verkünde, kann ich ja jetzt nicht einfach kneifen! Ich habe schließlich einen Ruf zu verlieren!

Gut, dann werde ich mir mal ein Thema ausdenken. Machen Sie mit? Ich habe mir da mal ein paar Möglichkeiten überlegt:

a) Warum Bananen gerade sind
b) Warum Bananen gerade sind
c)    Warum die Antworten a und b genau gleich sind

Ach, verdammt noch mal! Open Office ist ein doofes Programm… jetzt ist das „c)“ viel zu weit in die Seite reingerutscht, nur weil irgendeine Automatisch-Einrück-Funktion aktiviert ist -.-

Ja, ich weiß, man sollte in Büchern keine Smileys machen, besonders, weil das mit dem Satzende schwierig wird… also, ich meine jetzt, ob man, wenn der Smiley am Ende des Satzes ist, noch einen Punkt oder ein Ausrufezeichen dahinter setzen muss oder nicht. Mit sieht es irgendwie scheiße aus, aber ohne erkennt man gar nicht, dass der Satz zuende ist. Und ja, das ist auch der Grund, warum ich nach dem Smiley einfach eine neue Zeile gemacht habe – ich weiß mir halt zu helfen! Doofkopp.

So, zurück zum Thema Problemfindung, äh zum Problem Themafindung! Mir fällt gerade was ganz schlaues ein, und zwar könnte ich ja einfach den Kapitelnamen als Thema nehmen! Der kommt übrigens auch von der Svenja. Ist er nicht fantasievoll? Ja? Na, sehen Sie! Sie wird übrigens alle Kapitel benennen, also machen Sie sich auf die eine oder andere Überraschung gefasst!

Also, ich schreibe jetzt mal, wie es ist, ein Moritz zu sein. Es ist schön. Und damit ist das erste Kapitel auch schon vorbei, und jetzt kommt das nächste!

Kapitel 2: Warum ich von SVneja verlange mich zu ernähren

Dass der Name im Kapitel-Titel-Pommesfritel so falsch geschrieben ist, ist nicht meine Schuld, nur als kurze Anmerkung. Also: Ich hatte ja eigentlich schon ein Thema für dieses Kapitel, aber dann ist mir noch irgendwas ganz lustiges eingefallen, worum es hier gehen könnte. Leider habe ich das dann aber wieder vergessen, deswegen werde ich das später noch irgendwo hinzufügen.

Wie auch immer, ich habe mir gedacht, vielleicht sollte ich meine letzte Aussage aus dem ersten Kapitel noch etwas genauer definieren. Das soll nun geschehen, also halten Sie die Augen offen, ey!

Wie es ist, ein Moritz zu sein… puh, das ist schwer zu sagen. Wie etwas ist, kann man natürlich am besten sagen, indem man es mit anderen, irgendwie artverwandten Dingen vergleicht. Da ich aber noch nie jemand anders war, gestaltet sich dieses Vorhaben hier relativ kompliziert. Deswegen denke ich mir jetzt einfach eine Person aus, nenne sie Hella Lujah, versehe sie mit Eigenschaften und vergleiche sie dann mit meiner Wenigkeit.

Also, zuallererst muss ich anmerken, dass Hella Lujah, obwohl es der Name nicht gerade herausschreit, keine Dame ist, sondern ein Herr! Das muss so sein, da sonst die Unterschiede zwischen ihm und mir zu gravierend ausfielen und ich dann übermorgen in drei Tagen immer noch an diesem Absatz sitzen würde. Naja, eigentlich würde ich eher am Schreibtisch sitzen und den Absatz schreiben, aber Sie wissen ja hoffentlich, was ich Ihnen sagen will.

Also, nun etwas mehr Informationen zu unserem Freund Hella: Er ist dreiundsechzig Jahre alt, geht also mit großen Schritten auf die Rente zu, Nun ja, vielleicht ist der Begriff „große Schritte“ hier nicht ganz angebracht – der arme Kerl hat nämlich nur noch ein Bein. Sein rechtes verlor er vor einigen Jahren bei einem tragischen Zusammentreffen von Ereignissen, an dem unter anderem ein Goldfisch, der Mond und vierundsechzig afrikanische Flüchtlinge beteiligt wagen – genauere Informationen kann, darf, will, möchte, soll und werde ich nicht bekanntgeben.

Hella wohnt in Würselen, das ist so ein kleines, hässliches Kaff in der Nähe von Aachen. Moritzsche Abschweifung: Ist Ihnen schon mal aufgefallen, dass „Aachen“ im Prinzip nichts anderes darstellt als die Verniedlichungsform von „Aa“, also dem Begriff, den Kinder oft als Synonym für Kot benutzen? Denken Sie mal drüber nach! Seine Frau heißt Gundula und ist 34 Jahre alt. Naja, genauer gesagt: Sie isst 34 Jahre Alt. Soll heißen, sie nimmt sich schon seit 34 Jahren jeden Tag ein paar Altbierflaschen, legt sie in die Tiefkühltruhe, und wenn das Altbier dann gefroren ist, isst sie es auf. Das hat jetzt aber gar nichts mit dem Thema zu tun, also muss ich das jetzt auch nicht genauer erklären, kommen wir lieber auf unseren Freund Hella Lujah zurück.

Also, mal etwas zu seinem Äußeren: Dass er nur ein Bein hat, wissen wir ja bereits, doch das krasse ist ja, dass er vollkommen und ausschließlich aus diesem Bein besteht! Wo die ganzen lebenswichtigen Organe sind, und warum eine Frau ein Bein heiraten sollte, das können Sie Ihre Oma fragen, aber doch nicht mich! Das Bein, aus dem er besteht, ist extrem behaart – es ist nicht so, dass Hella eine Krankheit hätte, aber Gundula, seine Frau, findet das Edmund-Stoiber-Tattoo, das sich über die gesamte Haut zieht, so hässlich, dass sie den armen Hella nie rasiert, und selber kann er es, mangels Armen, ja sowieso nicht. Moritzsche Abschweifung: Heißt das überhaupt „mangels Armen“? Oder eher „mangels Arme“? Nee, das ganz bestimmt nicht. Egal, wird schon keiner merken, was ich hier für eine schwachsinnige Grammatik zu Papier bringe…

So, soviel zu Hella Lujah. Ich muss jetzt leider sagen, dass ich überhaupt keine Lust mehr habe, dieses bemitleidenswerte Wesen mit mir zu vergleichen – was bedeutet, dass dieses Kapitel bisher vollkommen unnötig war und nur der Verwirrung des Lesers gedient hat! Nun ja, ich hoffe mal, dass Sie mir verzeihen können. Ich gehe jetzt erstmal runter und hole mir einen Joghurt oder so was in der Art, ich weiß noch nicht, ob ich gleich noch weiterschreiben werde, kommt darauf an, ob ich Lust dazu habe. So, ich bin jetzt weg, tschüsselchen!

So, da bin ich auch schon wieder. Das kam Ihnen jetzt garantiert schneller vor, als es in Wirklichkeit war, denn Sie müssen ja nicht so lange warten, wie ich weg war, bis Sie weiterlesen können. Obwohl, warten Sie jetzt bitte eine Viertelstunde, dann dürfen Sie weiterlesen. Man will ja auch realistisch bleiben!

Nun, erst noch mal zu Hella: Da ich (also Moritz) meiner geehrten Leserschaft (also Svenja) ja auch was schuldig bin (eigentlich nicht), werde ich jetzt (wann auch sonst?) aus purer Menschlichkeit (bzw. Langeweile) aufhören, hier so viele Begriffe (also Wörter, oder aber nur ein Wort) in Klammern (also keine Wäsche- oder Büroklammern, sondern so Schreibklammern) zu (und nicht geöffnet) setzen. Das hat zwar nichts mit Hella zu tun, ist aber trotzdem ein grammatikalivistisch vollkommen korrekter Satz. Falls Sie mir das nicht glauben, werde ich das jetzt hier, allerdings ohne die störenden Klammern, erläutern:

– „Da ich meiner geehrten Leserschaft ja auch was schuldig bin“ ist ein Kausalsatz.
– „werde ich jetzt aus purer Menschlichkeit aufhören“ ist ein Hauptsatz, den man aber nicht direkt erkennt, weil er ein wenig umgestellt ist.
– „hier so viele Begriffe in Klammern zu setzen“ ist auch irgendeine Sorte Nebensatz, welche weiß ich nicht, denn ich bin leider zu dumm, um so etwas zu wissen.

Apropo Sachen, die mit etwas nichts zu tun haben: Das, was ich hier bis jetzt in diesem Kapitel in mein Textbearbeitungsprogramm hinein erbrochen habe, hat augenscheinlich nicht besonders viel mit dem Kapiteltitel zu tun. Das ist traurig, aber man kann es ja ändern! Zuerst mal muss ich das Rätsel um den Namen auflösen: Es handelt sich bei SVneja, obwohl keinerlei namentliche Ähnlichkeiten zu erkennen sind (um dies bestätigt zu bekommen, habe ich den Kapitelnamen extra einigen bekannten (zumindest innerhalb ihrer Familie) Germanologen gesendet, und sie sind daran kläglich gescheitert), um niemand anderes als die bereits aus dem ersten Kapitel bekannte Person, die auf den wohlklingenden Namen Svenja hört. Moritzsche Abschweifung: Mir kam gerade die Idee, statt „wohlklingend“ den Begriff „hohl klingend“ zu verwenden. Das hätte jedoch keinen Sinn gemacht, also habe ich es dann doch gelassen.

Nun trägt es sich hin und wieder zu, dass ich aus sicheren, Svenja sehr nahen Quellen (nämlich Svenja selbst) erfahre, dass sie sich gerade mit der Zubereitung von Nahrung beschäftigt. Da ich so ein fieser Möpp bin, zwinge ich sie dann unter Androhung von Konsequenzen, die so schrecklich sind, dass ich sie nicht einmal hier aufschreiben dürfte, wenn ich die Beschreibung direkt danach wieder löschen, meinen Computer verbrennen und die Asche über den gesamten Planeten verteilen würde, mir am folgenden Tag, sofern wir uns denn an demselbigen begegnen sollten, etwas von ebenjener Nahrung mitzubringen. Den Grund habe ich bis jetzt noch keinem Lebewesen offenbart, doch dies soll sich hier ändern. Es kostet mich einigen Mut, daher respektieren sie bitte Rechtschreibfehler – diese entstehen durch kiloschwere Tränen der Verzweiflung, die aus meinen Augen auf die Tastatur fallen.

Also, die Sache ist die: Ich sehe in Svenja keinen normalen Menschen, sondern vielmehr eine übermächtige Gottheit. Ich habe mein Haus umgebaut, so dass es jetzt zu 90% aus einem Schrein besteht, an dem ich Artefakte sammle, die mit Svenja irgendetwas zu tun haben. Täglich verbringe ich viele Stunden dort und bete, damit mir nichts Böses wiederfährt. Moritzsche Abschweifung: Oder schreibt man das ohne e nach dem i? Egal. In der Mitte dieses Schreins, der bis tief unter die Erde reicht, steht eine zwanzig Meter große Statue von Svenja, die ich ausschließlich aus abgeschnittenen Finger- und Fußnägeln gebaut habe. Ich opfere täglich mein Blut an der Statue. Und zwar mein komplettes!

Nun, von Zeit zu Zeit verspüre ich den Drang, meiner Sammlung weitere Artefakte hinzuzufügen, am besten welche, die direkt von ihr hergestellt werden, da die spirituelle Energie in ihnen am stärksten ist. Da bietet sich natürlich Nahrung an! Also versuche ich, von ihr zubereitete Nahrung zu bekommen. Diese esse ich, und da ich mir in meinen Verdauungstrakt einen Svenja-Artefakt-Filter eingebaut habe, habe ich die Möglichkeit, nach meiner Rückkehr nach Hause nach der Schule einen bestimmten Knopf zu drücken, und dann wird die Nahrung direkt aus mir herausteleportiert und landet in dem Regal, in dem auch die anderen heiligen Gegenstände gelagert sind.

Natürlich stellt sich jetzt die Frage, warum ich einen Gott, den ich bedingungslos anbete und dem ich alles opfere, was ich habe, zu etwas zwinge! Ich bin mir über die Merkwürdigkeit dieser Tatsache durchaus im Klaren und es tut mir wirklich extrem leid. Jedoch bin ich so davon besessen, jede kleinste Kleinigkeit meiner Sammlung hinzuzufügen, dass ich mich in diesen Momenten einfach nicht beherrschen kann. Ich hoffe, dass die übermächtige Svenja mir vergeben wird, wenn ich täglich statt 20 Stunden ab jetzt 25 Stunden bete.

So, ich hoffe, dass die Zusammenhänge jetzt etwas klarer geworden sind, so dass wir nun zum nächsten Kapitel schreiten können!

Kapitel 3: Warum ich so bin wie ich bin!

Diese Frage zu beantworten, ist ebenso schwer, wie es ist, auf einem Bein Kopfstand zu machen: Es ist nämlich nahezu unmöglich. Trotzdem werde ich es natürlich versuchen.

Also zuallererst muss ich sagen: Ich bin gar nicht so wie ich bin! Es scheint nur so, im Prinzip bin ich jedoch ganz anders. Das mag sie jetzt verwirren, aber das liegt bloß daran, dass es relativ wenig Sinn ergibt. Ungeachtet dessen möchte ich die Tatsachen jetzt einmal klarstellen.

Ich sehe mein Verhalten nicht als persönliche Eigenschaft, sondern vielmehr als bewusste und geschickt inszenierte Parodie auf das Verhalten jener Leute, die so sind, wie ich vorgebe zu sein. Wenn ich also einmal albern zu sein scheine, versetze ich mich in Wirklichkeit nur in die Persönlichkeit eines albernen Menschen, versuche herauszufinden, wie dieser handeln würde, und handle dann selbst so, um die Gesellschaft durch subtile Botschaften darauf aufmerksam zu machen, wie merkwürdig sich alberne Menschen doch verbreiten. Ich habe die Fähigkeit, dies so täuschend echt nachzuahmen, dass die meisten Menschen überhaupt nicht merken, dass es nur gespielt ist, und mich wirklich für albern halten.

Haben Sie das verstanden? Ja? Ähm… nein? Na gut, das macht auch nichts, es ist nämlich eigentlich gar nicht wahr. Also, nur so halb. Ich habe diese Eigenschaft wirklich, jedoch benutze ich sie im Alltag nicht, stattdessen habe ich sie soeben benutzt, um Sie glauben zu lassen, dass ich die Fähigkeit hätte – ja genau, in dem gleichen Satz, den Sie hier immer noch lesen! Also wenn Sie sich jetzt fragen, ob ich die Eigenschaft denn jetzt habe oder nicht, dann werde ich Ihnen diese Frage nicht beantworten, sondern Sie mit einer Gegenfrage konfrontieren, die da lautet: Beantworten Sie diese Frage mit nein?

Sie sehen, ich bin ein Meister der Verwirrung. Zu einem solchen konnte ich werden, weil ich mich mit meinem merkwürdigen Mumpitz (Moritzsche Abschweifung: Boah, das waren fünf Wörter hinter-einander, die mit dem Buchstaben M anfangen! Geil, ey!) selbst der-maßen verwirre, dass ich in mir selbst ein gutes Studienobjekt gefunden habe, und durch Beobachtung meines eigenen Verhaltens im Zustand der Verwirrung konnte ich einerseits herausfinden, wie sich verwirrte Menschen verhalten, andererseits auch, welche Faktoren dazu beitragen, dass jemand verwirrt wird. Diese Taktiken übernahm ich selbst, um damit wiederum andere zu verwirren.

Sind Sie jetzt verwirrt? Toll, dann habe ich mein Ziel nämlich erreicht – die bisherigen Absätze dieses Kapitels haben nämlich ausschließlich den Zweck, den Leser zu verwirren. Es mag durchaus möglich sein, dass sich in ihnen ein paar wahre Aspekte verbergen, aber ich werde Ihnen garantiert nicht sagen, welche das sind, denn wenn Sie das wüssten, dann hätten Sie ja eine Antwort auf die Frage, die in der Kapitelüberschrift gestellt wird, bekommen, und das Ziel dieser Abschnitte ist ja das genaue Gegenteil.

Da kommt mir übrigens ein Einfall, von dem ich nicht genau weiß, ob er mit dem Thema jetzt etwas zu tun hat oder nicht, das macht aber nichts, ich schreibe ihn jetzt einfach mal auf. Die Sache beschäftigt mich nämlich schon länger, nein, tut sie nicht, doch, tut sie wohl.

Kann man überhaupt etwas sagen, das überhaupt keinen – und ich meine damit wirklich GAR KEINEN – Sinn ergibt? Oder sind alle Dinge, die man sagt, irgendwie auch mit dem verbunden, was im Gehirn so vor sich geht? Also, wenn ich jetzt zum Beispiel, weil ich mich entschlossen habe, etwas Sinnloses von mir zu geben, ohne jeden Zusammenhang das Wort „Tomate“ sage, warum habe ich mich dann dazu entschlossen, genau dieses Wort zu sagen? Ist es einfach nur der Wunsch gewesen, ein Wort zu sagen, was nichts mit dem aktuellen Thema zu tun hat? Oder habe ich irgendwo in der hintersten Ecke meines bemitleidenswerten Gehirns meine Hirnwindungen dermaßen verschwurbelt, dass ich den Knoten niemals wieder lösen könnte, und dabei aus dem aktuellen Thema – oder auch aus etwas, was ich so vor mich hingedacht habe – die absurdesten Schlussfolgerungen gezogen, so dass ich irgendwie und auf nicht nachvollziehbaren Wegen auf das Wort Tomate gekommen bin?

Die Antwort auf alle im letzten Absatz gestellten Fragen lautet ganz klar: Nein! Genau wie die Antwort auf die Frage, ob es überhaupt einen Sinn ergibt, all diese Fragen gleichzeitig mit nein zu beantworten. Damit wären wir wieder
a) beim Thema „Fragen mit nein beantworten“
b) bei der Frage, ob etwas keinen Sinn ergeben kann

Da ich beide Themen äußerst interessant finde und mich einfach nicht entscheiden kann, über welches Thema ich zuerst spreche, tue ich einfach etwas anderes und rede über etwas, das mit beidem nichts zu tun hat – sehen Sie, schon wieder etwas zu Punkt b! Man kommt aus diesem Teufelskreis nicht mehr heraus, wenn man sich erst einmal hineinbegeben hat! Wer a sagt, muss auch b sagen, sagt man… doch stimmt das überhaupt? Vielleicht ja, vielleicht nein. Ist mir auch egal, denn wie gesagt (Moritzsche Abschweifung: „Wie gesagt“ ist eine Redewendung, die mein Französischlehrer extrem gerne benutzt, ganz besonders vor Sätzen, in denen er dem Kurs etwas zum ersten Mal sagt), ich werde jetzt über etwas ganz anderes sprechen.

In diesem Teil des Satzes duze ich dich, in diesem Teil sieze ich Sie jedoch.

So, jetzt gibt es ein Problem: Ich weiß mal wieder nicht, worüber ich schreiben soll! Andere Autoren (Vorsicht, über diesen Begriff werde ich noch etwas sagen!) würde jetzt eine Pause machen und irgendetwas tun, was ihre Inspiration anfacht. Doch nicht ich, ich schreibe einfach weiter. Mir wird schon was einfallen… also, zum Begriff „Autor“: Schreibt man das Wort etwas anders, lautet es „Out-Ohr“. Normalerweise gehen die Schallwellen aber doch in das Ohr rein und nicht aus dem Ohr raus! Haben Autoren als Folge daraus also andersherum funktionierende Ohren?

Ich denke nicht, dass es so ist, vielmehr habe ich das Gefühl, dass ich an diese Frage mit dem falschen Ansatz herangehe. Meiner Meinung nach ist es nämlich eher so, dass Autoren Ohren haben, die aus (also out) dem Kopf herausgucken – was wiederum bedeuten würde, dass alle Leute, deren Ohren aus dem Kopf herausgucken, Autoren sind.

Sie sitzen jetzt in ihrem Sessel, auf Ihrem Sofa, auf Ihrem Stuhl oder, falls Sie sich keine Möbel leisten können, auf dem Rücken ihres Lebensabschnittspartners, weil Sie beide sich abwechselnd auf alle Viere begeben, so dass der jeweils andere einen Sitzplatz zum Lesen hat – Achtung, ich schweife ab! Das wäre jetzt nicht weiter schlimm, aber ich habe hier nirgendwo „Moritzsche Abschweifung“ hingeschrieben! Es heißt nun also, wieder zum Thema zurückzufinden.

Also, wie ich schon einmal sagen wollte: Sie sitzen irgendwo herum, lesen mein Buch und denken sich folgendes: „Moment mal, ey… meine Fresse, alter! Ick han ja ooch Ohren, die wo aus meim Kopp rausguggen tun! Bin ick nu ooch so n Bücherfutzi oda wat, alter?“ Ich beantworte diese Frage einfach mal ganz kackdreist mit: Ja! Sie wissen es vielleicht nicht, aber Sie können auch ein Buch schreiben! Setzen Sie sich mal an den Computer (oder wenn Sie keinen haben, bringen Sie sich doch um! Das Leben ist scheiße! Aaaaah!) und versuchen Sie es. Sie werden sehen: Es klappt nicht! Egal was Sie auch schreiben, es wird in 99,9% der Fälle totale Scheiße sein. Sie habe einfach kein Talent!

Zu Recht fragen Sie sich jetzt: „Ey verdammtnochma, dat Opfer wo dat Buch jeschriben hat, der hat doch jesacht, ick würde dat können tun!“  – naja, die Lösung ist ganz einfach: Ich habe Sie angelogen. Oder vielmehr: Ich wollte zuerst die Wahrheit sagen, aber dann habe ich gemerkt, dass das in so eine schnulzige Aufmunterungsnummer mündet, und darauf hatte ich keine Lust. Ich hätte nur noch sagen müssen, dass wir gemeinsam stark sind, das hätte dem Kitsch die Krone aufgesetzt.

Nicht dass ich etwas gegen eine positive Grundeinstellung hätte, aber das ist doch mittlerweile Mainstream! „Wir können es schaffen“, oder auch „Yes, we can“ – alles das Gleiche. Es ist nicht immer alles möglich, würde ich jetzt einfach mal zu sagen wagen. Oder ist es so, dass ich nur, weil ich daran glaube, dass ich es kann, plötzlich fliegen kann? Auf die Nase vielleicht. Wäre ich eine Person, die zu irgendwelchen albernen Revolutionen aufruft, würde ich jetzt folgendes sagen:

Leute, es ist Zeit, die Sache realistisch zu sehen: Die Welt ist scheiße, und das einzige, was wir tun können, ist, es uns hier so angenehm wie möglich zu machen. Es gibt Leute, die arbeiten ihr ganzes Leben lang hart, um eine gute Zukunft haben zu können. Nur, welche Zukunft? Ich meine, wenn sie für die Zukunft arbeiten, dann würde das höchstens Sinn machen, wenn diese Zukunft irgendwann mal anfangen würde. Aber es ist ja nicht so, als würden diese Personen sich in ihrem Kalender einen Tag markieren und mit einem dicken, roten Edding „Zukunft“ daneben schreiben! Nein, diese Leute haben keine Gegenwart, sondern nur Zukunft, wenn man es mal radikal (oder Rattikarl?) ausdrücken will.

Warum? Also, was soll das? (Ich wollte eigentlich eine schlauere Frage stellen, aber ich hatte keine Ahnung, welche…)

Ich hatte ja eben schon gesagt, dass die Welt scheiße ist und wir das Beste daraus machen sollten. Naja, vielleicht auch nicht – vielleicht ist die Welt ja schon perfekt! Ich meine, vielleicht ist die Welt ja sowas ähnliches wie ein Film, der immer weiter geht, egal was passiert. Sie verstehen jetzt wahrscheinlich nicht, was ich damit sagen will… naja, ich lasse mal die Überleitung aus und gehe direkt zu dem über, was ich aus dieser Überleitung schließen würde, wenn es sie denn gäbe.

Letztendlich ist es doch egal, wer da draußen stirbt oder leidet oder so, denn wenn wir mal ehrlich sind – wenn es irgendwo ganz weit draußen im Weltall einen anderen bewohnten Planeten gäbe, und dort stirbt jemand, und wir hören davon… wen würde das interessieren? Und jetzt frage ich: Wo ist da der Unterschied dazu, wenn hier auf der Erde jemand stirbt? Nur die Entfernung. Ein paar Lichtjahre mehr oder weniger. Manche sagen jetzt wahrscheinlich, dass wir Menschen eine große Gemeinschaft sind, und uns das dann nahe gehen MUSS – nein! Käse, Wurscht, und so. Wir sind einfach nur ein Haufen Atome, der hier im Universum vor sich hinlebt. Alles, was wir zu denken oder zu fühlen glauben, sind irgendwelche elektrischen Impulse oder so, was auch immer, jedenfalls ist es dem Universum prinzipiell ziemlich egal, was mit uns passiert.

Depressiv, oder was? Nein, lassen Sie mich doch mal ausreden! Beruhend auf der Tatsache, dass wir eben wirklich nur ein Haufen Atome sind und Gedanken/Gefühle reine Illusion sind, bedeutet das, dass wir eigentlich gar nicht an dem schuld sind, was wir tun! Alles was passiert, kann gar nicht anders passieren, weil die ganzen winzigen Komponenten sich gegenseitig so sehr beeinflussen, dass… naja, wie auch immer, Sie haben es wahrscheinlich sowieso schon verstanden. Was ich damit sagen will: Machen Sie sich keine Sorgen über das, was Sie tun! Es gibt keinen freien Willen, aber das ist entgegen der allgemeinen Meinung nicht schlecht, sondern gut! Lehnen Sie sich zurück und gucken Sie sich den Film an, den man „Leben“ nennt.

Ich weiß nicht genau, ob das alles jetzt überhaupt einen Sinn ergibt, und ich bin mir nicht sicher, ob ich wirklich so denke, wie ich es hier beschrieben habe – aber wie gesagt, vielleicht ist das ja sowieso alles ganz anders! Ich bin halt wirklich ein Meister der Verwirrung, und jetzt, wo Sie das hier gelesen haben, wissen Sie nicht mehr, was Sie denken sollen.

Meint der das wirklich so?
Ist das sarkastisch?
Ist da Gesellschaftskritik drin versteckt? Kritisiert der jetzt genau das, was er zu befürworten scheint, indem er sich in einen Kritisierten hineinversetzt und das sagt, was dieser sagen würde?

Vielleicht.

Sie werden es nie erfahren, und, ehrlich gesagt – ich weiß es selber nicht. Aber, was soll ich sagen, im Prinzip ist mir das auch ziemlich egal.

Das ist wirklich toll – ich kann hier den unzusammenhängendsten Schwachsinn schreiben, und es bringt Sie trotzdem zum Nachdenken, somit erreiche ich mein Ziel, egal, was ich tue. Ist das Leben nicht einfach toll?!

Ich geh jetzt noch was essen und dann geh ich schlafen. Morgen werde ich der Svenja das Kapitel schicken und mich schon auf die nächste Kapitelüberschrift freuen, die sie erfindet. Bis dahin: Viel Spaß!

Kapitel 4: Apfelsaft

So, nach diesen äußermegadolligistischen Philosophierereien werde ich mich jetzt am besten mit etwas einfacheren und volksnäheren Themen befassen. Also, was verbinde ich mit dem Thema Apfelsaft?

Mh, also erstmal steht hier so eine komische Tetra-Pack-Tüte Apfel-saft auf meinem Tisch. Wie kommt die da hin? Naja, höchstwahrscheinlich habe ich sie selbst dort hingestellt. Ich kann mich zwar nicht erinnern, wann und warum, aber anders kann es eigentlich nicht abgelaufen sein, anders als der Apfelsaft, der ist nämlich glaube ich abgelaufen. Naja, er ist sowieso fast leer, von daher ist es nicht so schlimm. Unten im Kühlschrank gibt es auch noch frischen Apfelsaft. Warum ich jetzt nicht den abgelaufenen Apfelsaft wegschütte, mit der leeren Tüte nach unten gehe, sie in den dafür vorgesehenen Abfallbehälter werfe, zum Kühlschrank gehe, mir den frischen Apfelsaft hole und mit ihm nach oben zurückgehe, um ihn dort zu trinken?

Ganz einfach: Ich habe keine Lust dazu. Es ist nicht so, dass ich zu faul wäre, ich bin bloß der Meinung, dass das bisschen Apfelsaft die Mühe nicht wert ist. Ich würde mir ein Glas eingießen, es halb austrinken und dann eine tolle Idee bekommen, was ich mal machen könnte. Das würde ich dann tun und den Apfelsaft vergessen. Er würde dann wohl so lange in meinem Zimmer herumstehen, bis er auch abgelaufen ist, und dann würde sich die ganze Tragödie wieder von vorne abspielen. Von daher weiß ich, dass diese Aktion sinnlos wäre und ich es auch gleich bleiben lassen kann.

Ich habe mir heute Morgen in der Schule auf jede Hand ein hässliches Gesicht gemalt, sodass es, wenn ich die Hände aneinander halte und Daumen und Zeigefinger bewege, so aussieht, als würden diese zwei Gesichter sich streiten. Wenn Sie das nicht interessiert, dann haben Sie Pech gehabt, dieses Kapitel hat nämlich keine Struktur und wird sicherlich noch den einen oder anderen Haken schlagen. Aber wenden wir uns erst einmal einer Thematik zu, die ich schon im letzten Kapitel indirekt kurz angeschnitten hatte, und zwar: Was ist der Sinn des Lebens?

Ich weiß es. Natürlich glauben Sie mir das nicht einfach so, also werde ich es Ihnen wohl sagen müssen. Also, das Leben hat – und jetzt halten Sie sich bitte fest – überhaupt keinen Sinn! Egal, was man tut, irgendwann stirbt man, und wenn nichts schief läuft und meine Berechnungen stimmen, ist man danach auch noch eine ganze Zeit lang tot. Der Tod an sich ist natürlich etwas ziemlich blödes, denn wenn er einem nicht gefällt, kann man ihn nicht einfach umtauschen – es gibt nämlich keine Garantie darauf. Da bringt der Ausruf “Ich tausch nicht mehr, ich will mein Leben zurück”, den die allseits beliebte Wir-Sind-Helden-Sängerin Judith Holografischepokemonkarte einst tätigte (Moritzsche Abschweifung: Eigentlich macht das ja gar keinen Sinn, die Frau widerspricht sich doch selbst! Zuerst sagt sie, sie würde nicht mehr tauschen, und direkt danach fordert sie einen Umtausch, der ja defiti-definitiv als ein Akt des Tauschens definiert werden kann! Mensch, versteh einer die Frauen…), auch nicht mehr viel.

Jetzt ist die Frage: Was kann man dagegen tun? Die Antwort ist: Gar nichts. Aber da es völlig egal ist, was man tut, weil man am Schluss sowieso stirbt, kann man ja auch machen, was man will. Und wenn das nicht stimmt, dann ist es auch egal, es stimmt trotzdem.

Moritzsche Abschweifung: Dominik hatte heute schon wieder seinen lila Pullover an.

Ich muss beichten: Heute war ich in der Stadt. Das alleine wäre ja noch nicht so schlimm, aber ich habe einige schlimme Fehler begangen. Zum Beispiel habe ich folgende Dinge getan (Vorsicht, Menschen mit schwachen Nerven sollten die folgende Aufzählung nicht lesen. Es sind alles sehr brutale Sachen!):
●    Ich habe nicht danke gesagt, als mir jemand die Tür aufgehalten hat. Das geschah allerdings nicht aufgrund meiner unglaublichen Bösartigkeit, sondern weil ich genau in dem Augenblick, wo ich mich bedanken wollte, husten musste.
●    Als ich bei Karstadt die Rolltreppe verließ, die vom Erdgeschoss in den ersten Stock führt, bin ich danach aus Versehen in die falsche Richtung gelaufen.
●    Ich habe auf dem Rückweg einen anderen Fahrradfahrer überholt, ohne ihn vorher mit Hilfe meiner Klingel zu warnen.
●    Ich habe die CD, die ich bei Karstadt gekauft hatte, bei der Rückkehr in die Bibliothek, wie ich es eigentlich hätte tun sollen, in ein Schließfach eingeschlossen, sondern vielmehr einfach in meine Jackentasche gesteckt.

Das sollte reichen, ich will ja auch kein zu schlechtes Licht auf mich selbst werfen. Es tut nämlich ganz schön weh, wenn man von schlechtem Licht am Kopf getroffen wird! Also lasse ich das bleiben und verliere stattdessen einfach mal den Faden.

Äh, wo war ich stehen geblieben? Obwohl, eigentlich bin ich nirgendwo stehen geblieben, ich sitze nämlich die ganze Zeit auf meinem Schreibtischstuhl. Meine Mutter meint übrigens schon seit geraumer Zeit, ich bräuchte einen neuen, aber ich mag ihn und finde ihn bequem. Mein Gesäß ist da anderer Meinung, aber es kann ja nicht sprechen, und somit weiß ich davon auch nichts. Moritzsche Abschweifung: Manchmal, wenn ich huste, fliegen Schleimtropfen aus meinem Mund. Das ist aber nicht schlimm, da ich mir beim Husten die Hand vor den Mund halte, also landet der ganze Schmodder da und ich kann ihn an etwas dafür Gedachtem abwischen.

So, ich bin vom Thema abgekommen, und da das nicht besonders bekömmlich ist, bekommen Sie jetzt noch Informationen über ein anderes Thema, und zwar über das, was ich so mache. Ich sitze hier in meinem Zimmer und schreibe diese Geschichte. Ich schreibe ganz viele Sätze, viele Wörter und noch vielere Buchstaben. Es ist nicht möglich, darüber zu schreiben, was man tut, ohne darüber zu schreiben, dass man schreibt, denn wenn man schreibt, dann schreibt man ja, und dann kann man nicht einfach, wenn man schreibt, was man macht, schreiben, dass man nicht schreibt, sondern was anderes tut, weil das ja nicht stimmen würde, denn man schreibt ja eigentlich doch. Moritzsche Abschweifung: Ich verstehe nicht viel vom Thema “Psychoanalyse im Spätwerk von Franz Kafka”, aber haben Sie schon mal Stracciatella-Kuchen gegessen? Der schmeckt echt gut, kann ich nur empfehlen! Naja, eigentlich schreibe ich ja nicht nur. Nebenbei unterhalte ich mich noch über einen sogenannten Instant-Messenger (andere Schreibweise: Instand-mess-anger, englisch für Einstands-Unordnungs-Ärger) mit dem Svenja und seiner Freundin, der Bene. Oder waren es die Svenja und ihr Freund, der Bene? Oder gar das Svenja und meine Oma, die Ruth? Nein, zweiteres, wenn ich mich nicht irre.

Also, wie ich schon mal verschwiegen hatte, tu ich grade chatten tun (Moritzsche Abschweifung: Ach verdammte Scheiße, Kacke, Scheibenkleister, verdammtnochmal! Jetzt hatte ich noch einen Keks übrig, und trotzdem habe ich schon in die Kekstüte gegriffen, um Nachschub zu holen. Kann ich Idiot nicht aufpassen? Ich Kuppel-pelz! Ich wurmstichischer Sündenpfuhl! (Das Copyright für diese Schimpfwörter liegt bei Schorsch Büchner.)), nebmbei hör ich auch noch Musik, und zwar die neue CD von den Kings Of Leon. Ich bin mir noch nicht wirklich sicher, was ich davon halten soll, aber es ist ja eigentlich auch egal. So wie das meiste. Oder alles. Außer natürlich, nee, lassen wir das, das wird jetzt zu privat. Äh, ich meine, ich werde zum Pirat. Ahoi!

Kapitel 5: Alles neu

Ja, ich weiß, so heißt auch das Lied von Peter Fox (oder, wie er heißen würde, wenn man die Anfangsbuchstaben des Vor- und Nachnamen vertauscht: Feter Pox, oder auch Feta-Box, also ein Behältnis für griechischen Käse), aber ich kann ja nichts dafür, das ist alles die Svenja schuld, also Peter, wenn du dich beschweren willst, dann bitte bei ihr und nicht bei mir. Danke!

Anders als es der Kapiteltitel (haha, das reimt sich!) vielleicht vermuten lässt, fange ich hier mit diesem Buch nicht nochmal von vorne an, sondern es geht einfach ganz normal weiter. Obwohl, normal ist vielleicht das falsche Wort… nun ja, ich halte mich jetzt nicht an Kleinigkeiten auf. Stattdessen möchte ich mich darüber beschweren, dass ich hier so viele Wörter trennen muss, weil sonst die Zeilen doof aussehen. Eigentlich wäre das ja kein Problem, das dumme ist nur, dass ich der Svenja immer die einzelnen Kapitel schicke, und hier schreibe ich das ja alles zusammen, und ich kopier dann immer das neuste Kapitel, füge es woanders ein und speichere das dann. Denn sonst müsste ich ihr ja jedes Mal wieder das ganze Buch schicken.

Der Mist hierbei ist jetzt: Da, wo ich den Text dann einfüge, haben die Zeilen eine andere Länge (weil die Seiten 1. im Hochformat sind und 2. nicht zwei, sondern nur eine Seite auf dem Blatt sein tut), und deswegen muss ich die ganzen Bindestriche dann wieder löschen. Und das nervt!

Heute ist Samstag. Ich hatte eben eine Fahrstunde – naja, genau genommen zwei, aber direkt hinta-ananda – und da bin ich Auto gefahren, außerdem war die Fahrstunde nicht eben, sondern heute morgen. Aber jetzt ist das eh schon wieder gelogen, denn heute ist morgen, zumindest gestern. Oder heißt das dann, heute war morgen, zumindest gestern? Also, jedenfalls ist heute heute, gestern und morgen. Eigentlich auch vorgestern, übermorgen, vorvorgestern, überübermorgen, vorvorvorgestern, überüberübermorgen, damals, dann irgendwann, demnächst, letztens, wenn du groß bist, vor ein paar Tagen, anno dazumal, früher, später, nachher, eben, vorhin, zum Zeitpunkt des Geschehens, irgendwann, sonstwann und noch viel mehr, aber das möchte ja sowieso niemand wissen, obwohl, eigentlich möchte auch niemand den Rest wissen, den ich hier schreibe, ich könnte also auch einfach aufhören, diese Datei hier löschen, meinen Rucksack packen und nach Turkmenistan auswandern, aber erstens habe ich dafür nicht genug Geld, weswegen ich zweitens mit dem Fahrrad fahren müsste, wozu ich aber drittens zu faul bin, weil ich viertens ein verwöhntes Stadtkind bin, und zu fünftens wird mir bestimmt auch noch was einfallen. Außerdem wäre das ja doof, denn wenn ich auswandern würde, dann könnte ich ja, wenn mir auffallen würde, dass ich doch noch weiterschreiben will, dasselbe nicht tun, weil ich, wenn ich meinen Rucksack gepackt hätte, bestimmt nicht meinen Computer mitgenommen hätte, weil der da gar nicht reinpasst und auch viel zu schwer wäre, abgesehen davon könnte ich ja, auch wenn ich nicht auswandern würde, nicht weiterschreiben, weil ich ja die Datei gelöscht hätte, ach ja, ach nee, könnte ich ja wohl, ich könnte nämlich einfach die Svenja bitten, mir die bis jetzt geschriebenen Kapitel zu schicken, die hat die ja, ich habe sie ihr schließlich selbst geschickt, also weiß ich, dass das so ist, es sei denn, sie hat die Kapitel immer, direkt nachdem sie sie gelesen hat, gelöscht, wofür es zwei mögliche Gründe geben kann, von denen der erste wäre, dass ich so schlecht schreibe, dass sie ihrem Computer nicht zumuten will, die Dateien zu lange auf der Festplatte zu haben, und der zweite wäre, dass sie davon so begeistert ist, dass sie fürchtet, die bloße Präsenz meiner Schreibereien auf ihrem Computer könnte sie in den Wahnsinn treiben, was sie natürlich verhindern will, obwohl das kaum Sinn macht, weil sie ja schon wahnsinnig ist, oh Gott, das hätte ich jetzt lieber nicht gesagt, denn jetzt ist sie bestimmt sauer auf mich, weil ich behauptet habe, sie wäre wahnsinnig, also lasst es mich jetzt nochmal klarstellen, und zwar, Svenja ist nicht wahnsinnig (zumindest behaupte ich das jetzt einfach mal, damit sie nicht sauer wird), das habe ich nur gesagt, weil das gerade so gepasst hat, ich weiß, das sollte man nicht, aber ich mache viele Sachen, die man nicht machen sollte, zum Beispiel Sätze schreiben, die so lang sind, dass man an ihrem Ende schon gar nicht mehr weiß, worum es am Anfang ging, weil man zwischendurch so oft das Thema gewechselt hat, dass man total verwirrt ist und überhaupt nicht mehr weiß, wo oben und unten ist und so weiter, und deswegen sollte man es tunlichst vermeiden, solche Sätze zu schreiben, weil speziell diejenigen Leser, die mit so etwas nicht vertraut sind, nach etwa zehn Zeilen keine Lust mehr haben, sich auf diesen furchtbar langen Satz zu konzentrieren, weil sie das nicht gewohnt sind und zu der Art von Leuten gehören, die immer gleich keine Lust mehr haben, wenn etwas kompliziert wird, wobei ich jetzt nicht behaupten will, dass ich selbst nicht zu diesen Leuten gehöre, was aber auch nicht so wichtig ist, da der Autor ja sowieso über allem steht und die Tatsachen unabhängig von seinen eigenen Eigenschaften und so weiter sehen sollte, weil ihm sonst eine objektive Sicht der Dinge verwehrt bleibt.

So, jetzt ist dieser Satz vorbei.

Neuer Absatz

Neuer Absatz

Gebrauchter Absatz

Fast neuer Absatz, der nur ein paar Mal benutzt wurde, er hat jedoch einen kleinen Kratzer an der linken Seite

So, genug blödes Zeug geredet, jetzt ist das Kapitel vorbei. Ich hatte nämlich versprochen, mich mit dem Schreiben zu beeilen, damit ich der Svenja das Kapitel heute noch schicken kann. Sie ist zwar gar nicht mehr da, von daher geht das nicht, aber versprochen ist halt versprochen!

Kapitel 6: Mein Leben als Autofahrer

So, das neue Kapitel,
Das hat einen perfekten Titel,
Denn er ist von dir,
Und wär er von mir,
Dann wär er wahrscheinlich nur mittel.

Drum bin ich wirklich sehr froh
Meine Wahl wär wohl ein Griff ins Klo,
Drum danke ich dir
Für dein Inspiriern
Und sage, es geht jetzt mal lo… s.

Mein Leben als Kraftfahrzeuglenker,
Das wird dir wohl einmal der Henker
Denn ich fahr dich um,
Da guckst du bloß dumm,
Genau wie das Pokemon Gengar.

Mein suboptimales Verhalten
Wird dein Leben kürzer gestalten
Pass ich kurz nicht auf,
Dann gehst du schon drauf,
Und das sogar vor deinen Alten.

Drum hüt dich, mich zu provozieren,
Sonst kannst du Gliedmaßen verlieren
Lass mich halt in Ruh
Und wirf mir nichts zu
Dann werden wir nicht kollidieren

Doch nimm nicht zu ernst dieses Lied, ich
Bin ja eigentlich ziemlich friedlich
Bin höflich und nett
Und nicht wirklich fett,
Doch dafür echt überaus niedlich

Meine Grundeinstellung ist äußerst sozial
Und Waffen und Streit sind mir erst mal egal
Doch wenn du mich reizt
Und mit Essen geizt
Verhalt ich mich suboptimal

Drum tu mich doch bitte gleich morgen
Mit Nussecken freundlich versorgen
Und Muffins und Brot,
Sonst fahr ich dich tot,
Drum solltest du schenken, nicht borgen

Wenn du das tust, werd ich mich freun
Und ist’s nicht eine Eck‘, sondern neuen
Werd ich mich bedanken
Und dich auch nicht kranken-
hausreif haun, das würd’st du bereun

Hm, möglicherweis‘ übertreib ich
Ich wünsch‘ ja den andern das Leid nich
Bin ja nicht gefühlskalt
Doch ohne den Inhalt
Wär dies‘ Gedicht ziemlich langweilich

So, ich dichte schon lange gekonnt
Und nichtsdestotrotz werd ich jetzt einmal prompt
Mit tippenden Händen
Das Kapitel beenden
Und freu mich auf das, das jetzt kommt!

Kapitel 7: Garnichts oder Ente

In diesem Kapitel geht es um gar nichts. Oder um Ente. Je nachdem, was Sie lieber haben wollen! Wollen Sie nicht? Hm, dann haben Sie halt Pech gehabt, selber schuld! Also, zurück zum Thema, obwohl, eigentlich gab es ja noch gar kein richtiges Thema, also vor zum Thema!

Hier werde ich einfach mal so munter daher quatschen, was mir heute passiert ist. Also, ich war mit meinem Amphibienfahrzeug auf der Autobahn unterwegs (Moritzsche Abschweifung: Eigentlich müsste das ja nicht unterwegs heißen, sondern überwegs – schließlich befin-det man sich ja ÜBER dem Weg und nicht darunter!), und leider hat-te ich mich mal wieder hoffnungslos verirrt. Am Stand der Sonne konnte ich aufgrund meiner unglaublichen Astronomiekenntnisse ablesen, dass ich irgendwie in Richtung Süden fuhr, aber das war es auch schon. Stutzig wurde ich, als ich plötzlich die österreichische Grenze passierte Tomaten. Ja, das Ende des letzten Satzes ist völlig bescheuert, aber beim Wort “passierte” sind mir direkt passierte Tomaten eingefallen, ich kann ja auch nichts dafür.

Hermine stöberte kurz herum und zog dann einen großen Band in ausgeblichenem Leder aus dem Stapel. Sie wirkte ein wenig angeekelt und hielt ihn mit spitzen Fingern wie etwas, das gerade gestorben war.

Doch davon will ich mich jetzt gar nicht beeinflussen lassen und fahre fort. Ja, in beiderlei Sinnen. Sinne. Sinnes. Sinus. Cosinus. Cosi fan tutte. Tutti Frutti. Tropifrutti. Tropenhelm. Wilhelm. Willy Brandt. Weinbrand. Weintrauben. Traualtar. Altersvorsorge. Sorgenfalte. Faltboot. Bootstrap Bill Turner. Turnhalle. Halle. Haltestelle. Stellenanzeigen. Anzeigetafel. Tafelschwamm. Spongebob Schwammkopf. Kopfschmerztabletten. Tablett. Tabulatortaste. Torte. Tortenheber. Herbertisten. Disteln. Tel-Nr. Wilhelm Tell. Willensbildung. Bildungswesen. Verwesung. Ungenauigkeit. Kite surfing. Fingerfarben. Farbstift. Stiftung Warentest. Vokabeltest. Vokabel. Gabel. Gabelstapler. Stapelbar. Singlebar. Doublebar. Doublebass. Kontrabass. CO2ntra. GmbH & Co KG. KG. Kage. Kacke. Acker. Ackermann. Mandala. Dalai Lama. Lahmarsch. Marschmusik. Musiksender. Ende. Wende. Wintersonnenwende. Winter. Kinder. Rinder. Inder. In der Sonne. Söhne.

So, das war genug sinnvoller Text, kommen wir jetzt wieder mal zurück zu den unzusammenhängenden Satzfetzen, die Sie alle hören wollen.

Also, ich fuhr nun in das wunderschöne Land Österreich hinein (Moritzsche, geschichtliche Abschweifung: Das Land heißt übrigens so, weil dort am Osterwochenende sämtliche Einwohner in der Lotterie gewinnen. Da die Lotterieregeln in Österreich etwas anders sind, ist es egal, wie viele gewinnen, jeder bekommt mindestens eine Million Euro. Nun, sie sind also alle an Ostern reich, und da Osternreich doof klingt, wurde es umbenannt in Österreich. Hammerwiederwasgelernt, recht herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit, auf Wiedersehen!) Es dauerte nicht lange, da kam ich auch schon in eine Stadt. Ich wusste zuerst nicht, wo ich war, doch als ich das Wahrzeichen sah, und zwar einen großen Kirchturm namens Big Ben, da wusste ich: Ich musste in Rom angekommen sein, denn das war ja schließlich die Hauptstadt von Portugal. (Zweite Moritzsche, geschichtliche Abschweifung: Der Big Ben hieß übrigens früher Small Ben, aus dem einfachen Grund, weil direkt daneben ein noch größerer Glockenturm stand, der damals Big Ben hieß. Nun gefiel dem Bürgermeister von Rom jedoch der Name Little Ben nicht, da er bereits sein Geschlechtsteil mit diesem Namen versehen hatte. Also ließ er den großen Turm abreißen und benannte den kleinen um in Big Ben. Sie wollen wissen, warum er nicht lieber den kleinen Turm abgerissen hat? Ganz einfach, er war dumm. Mal ehrlich, was erwarten Sie von jemandem, der seine Genitalien “Little Ben” nennt?)
Ich fuhr also weiter fröhlich durch die Straßen von Moskau, als auf einmal ein merkwürdig aussehendes Gebäude meine Aufmerksamkeit erregte. Es war knallrosa angestrichen und, wenn ich mich nicht irrte, hatte es genau die Form eines Zündnadelgewehrs! Sowas hatte ich nicht erwartet, noch nicht mal hier in Peking.

Ich fuhr näher an das Gebäude heran, um es einmal genauer zu betrachten. Als ich vor der Eingangstür stand (Moritzsche, nicht geschichtliche Abschweifung: Das möchte jetzt vielleicht keiner wissen, aber ich muss trotzdem anmerken, dass ich zwischendurch aus meinem Fahrzeug ausstieg. Es waren schließlich einige Treppenstufen vor dem Eingang, und es ist kaum möglich, solche mit einem Amphibienfahrzeug zu erklimmen.) erkannte ich eine Inschrift, die besagte: “Öster-reichisches Credit-Institut”. Ich war mir darüber im Klaren, dass sicher etwas lustiges passieren würde, wenn ich einträte, aber mir stand gerade der Sinn nicht danach, deswegen Bukawa. Es macht zwar nicht sonderlich viel Sinn, einfach statt eines vernünf-tigen Satzendes “Bukawa” zu schreiben, aber das ist einer der Begriffe, die laut Svenja in diesem Kapitel vorkommen müssen. Leider habe ich nicht die geringste Ahnung, was Bukawa sein könnte, und ich finde es total feige, einfach nachzugucken, das kann ja jeder! Sogar Joseph Adamy.

Man mag sich nun beschweren, dass die zu verwendenden Wörter jetzt plötzlich alle auf einmal kommen, und einige behaupten sicher, ich hätte nicht genug Phantasie, um sie sinnvoll in einen Text einzubinden… dem möchte ich entgegenwirken, indem ich verspreche, dass zwischen diesem Satz und dem letzten noch zu verwendenden Wort ein sehr langer, sinnvoller Text, der sich auch thematisch nicht mit den bisherigen Niederschreibungen beißt, stehen wird.

Ein sehr langer, sinnvoller Text, der sich auch thematisch nicht mit den bisherigen Niederschreibungen beißt, Wiesmühl.

So, ich habe mein Versprechen gehalten. Hey, warum schreibt das jetzt auf einmal fett? Ich änder das mal kurz. So, jetzt müsste es… ach, verdammt! Kann denn eigentlich nie was klappen? Jetzt? Scheiße!
Moment mal, was ist denn jetzt los? Jetzt reichts mir aber wirklich langsam! Schreibt der auf einmal von der falschen Seite an, also fängt an, also, weißschowassimein.
So, ist jetzt alles wieder normal? Ja? Ah, gut!

So, zurück zum Thema. Beziehungsweise zu der Geschichte. (Moritzsche Abschweifung: Ist ein Beziehungswaise jemand, der sich  nicht in einer Beziehung befindet? Und wann ist ein Beziehungswaise eigentlich weise, und auf welche Art und Weise und in welcher Bezie-hung? Und in welcher Beziehung kann jemand solo sein? Kann er es überhaupt? Was ist der Sinn des Lebens? Woher kommen wir und wohin gehen wir? Und warum verschwinden immer einzelne Socken in der Waschmaschine? Das, meine Damen und Herren, das sind die wichtigsten Fragen der Welt, und auf mindestens eine kann ich Ihnen eine Antwort geben, und zwar auf die letzte. Sehen Sie, wenn jemand die Waschmaschine füllt und dabei vielleicht, was weiß ich, sechs Paar Socken hineintut, und bei einem Waschgang durchschnittlich eine Socke verloren geht (was ziemlich hochgegriffen ist, glaube ich), dann kann es ja nur eine einzelne sein. Schließlich ist eine Socke genau das, nämlich EINE SOCKE, und nicht zwei oder mehr! Beim nächsten Waschgang ist es natürlich möglich, dass die noch übrige Socke auch verschwindet, aber selbst dann ist sie wieder nur eine einzelne Socke. Natürlich ist es möglich, dass zwei Socken des gleichen Paars gleichzeitig verschwinden, aber das ist erstens sehr unwahrscheinlich, und zweitens fällt es einem wahrscheinlich gar nicht auf, weil man ja beim Ausräumen der Waschmaschine erst einmal nichts vermisst.So, diese Abschweifung ist jetzt schon viel zu lang, außerdem kann man die kursive Schrift nicht so gut lesen wie die normale, und das ist der Grund, warum es jetzt wirklich mal mit der Geschichte weitergeht. Ja, echt, und zwar auf der Stelle, live und in Farbe.)

Ich hatte keine Lust mehr, mich in New York herumzutreiben, daher verließ ich Kairo wieder und fuhr zurück nach hause. Ende aus, Mickymaus. So, das Ende war jetzt ziemlich blöd, aber das ist ja eigentlich egal. Wer interessiert sich hier schon für die Story?! Also, außer den Lesern, meine ich jetzt.

Aber die Leser sind ja egal. Naja, zumindest so lange, bis sie ihre Leserschwerter zücken und mir Verletzungen zufügen. Das soll für heute genügen. Jetzt kommt Sven Plöger mit dem Wetter, und ich sage: Bis morgen, und eine geruhsame Nacht. Ach ja, wir melden uns um 0:30 Uhr wieder mit dem Nachtmagazin. Ente.

Kapitel 8: Wie sich der Bleistift fühlt wenn der ausradiert wird

So, nach äußerst sehr unglaublich übertrieben megasuperhyperlanger Zeit bin ich auch mal wieder da. Das ist jetzt wahrscheinlich keinem aufgefallen, dass das so lange (Moritzsche Abschweifung: Ach guck mal, André ist online!) gedauert hat, denn in einem Buch, Moment! Das habe ich hier irgendwo sowieso schon erzählt. Also, mit der Zeit, und so. Deswegen sehe ich auch nicht ein, und auch nicht zwein, warum ich das jetzt nochmal tun sollte.

Aber zuthem zum Rückma. Also, Rückma ein Stück und lass mich mal hier sitzen, damit ich dir was erzählen kann. Ich wollte nämlich, oder vielmehr du wolltest nämlich herausfinden, oder eher herausgefunden haben, wie sich so ein Bleistiffffft denn fühlt, wenn man ihn ausradiert. Nun, da ich so freundlich bin, dass es mir manchmal selbst wehtut (Moritzsche Abschweifung: Apropo Bratkartoffel: Meine Augen tun mir weh, was wahrscheinlich daran liegt, dass ich vorhin stundenlang am PC saß und ganze SECHSUNDDREISSIG Seiten in mein Facharbeits-Quellenverzeichnis-Dokument reinkopieren musste. Verdammt.), habe ich mir gedacht, ich mache mal ein paar Versuche. Die hatten jedoch nichts mit Bleistiften zu tun, sondern ich habe versucht, meinen Ellenbogen mit der Zungenspitze zu berühren, was aber leider nicht geklappt hat. Danach dachte ich mir, wenn das schon nicht klappt, beschäftige ich mich halt mit Bleistiften.

Also, zu folgendem Ergebnis bin ich gekommen: Keinem. Und ich habe sogar einen Grund dazu: Ich hatte nicht genug Radiergummis, um einen ganzen Bleistift auszuradieren. Ich meine, so ein Stift ist ja nicht unbedingt klein, obwohl man das natürlich immer relativ sehen muss. Im Vergleich zu Willy ist er nämlich schon ziemlich klein. Macht aber nix, ist nämlich egal. So, zurück zu dem Thema, was hier eigentlich Ventilator Tesafilm Fernbedienung Außerirdischer.

Mein Radiergummi war jedenfalls schon verbraucht, nachdem ich die Hälfte des Bleistifts wegradiert hatte. Ich meine, die Mine wäre jetzt nicht das Problem gewesen, aber das Holz außenrum, und vor allem die kleine Metallhalterung (in der sich wiederum ein Radiergummi befindet), die wollten einfach nicht weniger werden, egal wie viel ich auch geradiergummit habe.

Angespornt durch dieses Versuchsergebnis hatte ich nun endlich den Mut angehäuft, entschlossen in die Welt rauszugehen, mich meinem Schicksal zu stellen, mich für einen bestimmten Weg zu entscheiden und noch ganz viele andere tolle Sachen zu machen, was ich auch tat, aber nur, bis mir auffiel, dass ich nichts zu essen dabei hatte. So kann man die Welt latürnich nicht verändern – höchstens, indem man ihre Bevölkerung um ein Individuum dezimiert, und zwar mit Hilfe des wunderschönen Verfahrens namens Hungertod. Ich verließ also den eben eingeschlagenen Weg (Moritzsche Abschweifung: Hundekuchen!) und (Moritzsche Abschweifung: Ich habe mich bei der letzten Abschweifung irgendwie vertippt. Eigentlich wollte ich sagen: Wege können eigentlich gar nicht einschlagen, denn sie sind weder Raketen noch Kometen. Haha, das reimt sich! Genau wie zum Beispiel… Svenja und… ähm… Gießkännja. Das gibt es zwar nicht – könnte es aber, und deswegen gilt es. So, und jetzt bitte zurück zur Haupthandlung!!) ging stattdessen zu Aldi, um mir etwas zu essen zu holen.

Dies wurde allerdings ebenfalls vereitelt, denn mir fiel auf, dass ich mein Portemonnaie, oder, für Leute, die kein Französisch können, mein Pochtmonäh, vergessen hatte. Naja, vergessen ist nicht unbedingt das richtige Wort, aber. Was denn? Muss da denn nach dem “aber” unbedingt noch was kommen? Ich glaube nicht. Könnte zwar, mussabaniconsnasblf. Also, ich hatte jedenfalls kein Geld dabei. Das führte mich in eine ganz fiese Zwickmühle: Was sollte ich tun? Ich überlegte kurz, ob ich einfach etwas stehlen sollte. Dies verwarf ich jedoch aus zwei Gründen: Erstens bin ich ein braver Mensch und würde niemals etwas tun, was verboten ist und/oder jemandem schadet, und zweitens (und das ist definitiv der wichtigere Grund) erinnert mich das Wort “stehlen” an Frau Stehle, und die ist doof.

Stattdessen entschied ich mich für eine friedliche Lösung: Ich ging in den Stadtpark und versteckte mich in den Büschen am Wegrand. Als eine alte, gebrechliche Dame vorbeikam, schlug ich mit einem Eichhörnchen, das sich in meinen Finger verbissen hatte, wie ein Wahnsinniger auf sie ein.

Also, auf die Büsche, nicht auf die alte Dame. Das Eichhörnchen ließ dann irgendwann los, und das ermöglichte es mir, aus dem Gebüsch herauszutreten und die alte Dame zu bitten, mir kurz etwas Geld zu leihen. Sie sagte bedauernd, sie hätte zwar Geld dabei, aber dieses bräuchte sie, um eine Operation für ihre fünfjährige, sterbenskranke Enkeltochter zu bezahlen. Dies konnte ich nicht dulden, daher griff ich wieder nach dem Eichhörnchen und schlug gnadenlos zu.

Also, ich schlug nicht die Dame, sondern ich schlug zu, als ein junger Mann vorbeikam, der im Rahmen einer Werbeaktion kostenlose belegte Brötchen verteilte. Die Dame und das Eichhörnchen nahmen sich auch jeweils eins und wir setzten und zusammen auf die Parkbank und aßen die Brötchen – sie waren wirklich lecker! Wie auch immer, auf einmal bemerkte ich auf der Schulter der alten Dame eine Spinne. Um die Situation zu entschärfen, nahm ich einen auf dem Boden liegenden Stein und schlug sie zu Brei.

Also, nicht die Spinne, sondern die alte Dame. Die hatte nämlich erstens Geld und zweitens noch ein halbes Brötchen übrig – auf ihrem war sogar Salami drauf, und auf meinem nur Käse! Dann nahm ich mir das Portemonnaie – oder auch Pochtmonäh – und nahm Geld und Papiere heraus. Zufällig fand ich auf einem Blatt Papier die Adresse des Krankenhauses, wo die Enkelin der alten Dame auf ihre Operation wartete. Von meinem schlechten Gewissen geplagt, tat ich das einzig Vernünftige: Ich ging in das Krankenhaus, suchte das Mädchen und aß es ebenfalls auf. Der Arzt fragte mich, ob es mir auch schmecke, ich musste allerdings zugeben, dass das nicht der Fall war. Der Arzt empfohl mir, das Kind zu braten und es dann nochmal zu probieren. Dies konnte ich allerdings nicht, denn ich hatte es ja schon komplett aufgegessen.

Auf einmal kam noch eine Ärztin dazu und fragte – was ich ihr angesichts des blutbesprenkelten Raumes nicht verübeln konnte – was zur Hölle hier denn los sei. Ich merkte, dass sie mir Probleme bereiten könnte und räumte sie aus dem Weg.

Also nicht die Ärztin, sondern die Probleme! Ich bin doch nicht gewalttätig! Jedenfalls zeigte ich einfach auf den Onkel Doktor, der neben mir stand und sagte: “Er wars!” Sie war verwirrt und ich nutzte die Chance, um zu verschwinden – schließlich hatte ich jetzt endlich das Geld, um mir etwas zu essen zu holen! Ich ging also zu Aldi zurück und kaufte mir etwas Leckeres. Nachdem ich es gegessen hatte, war ich so satt, dass ich keine Lust mehr hatte, meinen ursprünglichen Plan zu verwirklichen und etwas aus mir zu machen, deshalb ging ich einfach wieder nach hause. Ende! Ente! Haarausfall!

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  1. Ähm jaa …. Verrückt!

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